Geschichte - Langversion

Da die Geschichte unserer Comagena weit mehr Interessantes zu bieten hat, als man in ein paar kurze Absätze zwängen kann, gibt es an dieser Stelle die Langfassung derselbigen zum Nachlesen. Der nachfolgende Text ist eine Zusammenfassung der Aufarbeitung unserer Verbindungschronik und ist in Teilen in den Festschriften zum 50. und  zum 60. Stiftungsfest und gesammelt in der Festschrift zum 70. Stiftungsfest veröffentlicht worden. An dieser Stelle dürfen wir nochmal den Bbr.Bbr. Dr. Richard Hübl v/o Bacchus und Mag. Peter Oppeker v/o Oppi danken, die es durch mühevolle Arbeit ermöglicht haben unsere Fuchsen detailiert prüfen zu können. ;-)

Ferialis Comagena (1919-1933)

Nach dem Zusammenbruch der Österreichisch-Ungarischen Monarchie (1918) war die demokratische Periode der Ersten Republik (1918–1933/34) von drei politischen Lagern geprägt, die sich ideologisch unversöhnlich gegenüberstanden
und sogar über bewaffnete Wehrverbände verfügten. Das christlich-soziale Lager war katholisch-konservativ orientiert, bekannte sich eindeutig zu Österreich und stützte sich auf Bauern, Unternehmer, Beamte, Lehrer und daneben auch auf Angestellte und Arbeiter. Aus diesem Lager rekrutierten sich die katholischen Hochschul- und  Mittelschulverbindungen. Das sozialdemokratische Lager war kirchenfeindlich, revolutionär und reformorientiert, befürwortete eine Anschluss an das Deutsche Reich und stützte sich v. a. auf die breite Masse der Arbeiter und Angestellten. Das nationale Lager drängte auf einen Anschluss an das Deutsche Reich und war mit den nationalen (schlagenden) Hochschulverbindungen veknüpft. Unüberbrückbare ideologische Gegensätze, die sich seit dem Justizpalastbrand 1927 noch verschärften,  autoritäre Tendenzen und die seit 1929 wirksame Weltwirtschaftskrise führten aber 1933/34 zum Ende der demokratischen Periode.

Die ersten Impulse für die Gründung einer eigenen Studentenverbindung in der Bezirksstadt Tulln (seit 1892) kamen aus St. Pölten, wo 1919 zwei Studentenverbindungen – e.v. Aggstein St. Pölten und e.v. Nibelungia St. Pölten – gegründet wurden. Diese hatten sich zum Ziel gesetzt, in den Städten und größeren Märkten im Umkreis von St. Pölten Studentenverbindungen, vielfach auf dem Wege einer Ferialis, zu initiieren. In Tulln bemühte sich der Fuchsmajor e.v. Nibelungia St. Pölten, Leopold Figl, um diese Zielsetzung.

Der Student aus Rust im Tullnerfeld, der später zu einem der bedeutendsten Staatsmänner der Republik Österreich aufsteigen sollte, hatte über den Tullner Turnverein viele freundschaftliche Kontakte in der Donaustadt. Und so trafen sich während der Ferien junge Tullner Studenten im Hause der Lehrerfamilie Biack, wo Leopold Figl in locker-geselliger Atmosphäre „Verbindung hielt“.

An diesen Zusammenkünften nahmen unter anderem Hermann Biack, Karl Biack (der 1944 von den Nationalsozialisten hingerichtet wurde) und nicht zuletzt Anton Matyas (der Vater von Bbr. Anton Matyas sen.) teil. So war auf Initiative Leopold Figls die „Ferialis Comagena“ entstanden, die zwar noch keine eingetragene Verbindung war, keine Statuten hatte, aber voller Stolz und Traditionsbewusstsein den altrömischen Namen Tullns trug. Damit war schon in den Anfängen der Ersten Republik die „Comagena-Idee“ geboren und der ideelle Grundstein für die spätere Verbindung gelegt.

Gründerjahre (1933-1938)

Das Jahr 1933 war für die österreichische und für die Weltpolitik ein bedeutender Wendepunkt. In Österreich löste sich im März 1933 wegen unüberbrückbarer politischer Gegensätze das Parlament auf, und der christlich-soziale Bundeskanzler Dr. Engelbert Dollfuß regierte von da an ohne parlamentarische Basis. Im Deutschen Reich aber wurde im Jänner 1933 Adolf Hitler Reichskanzler, der bis zum August 1934 die deutsche Demokratie in eine Führerdiktatur umwandelte, die der ganzen Menschheit unsägliches Leid bringen sollte.

In dieser Zeit stärkster politischer Umwälzungen wurde die Studentenverbindung Comagena Tulln gegründet; vielleicht auch aus dem Bestreben, in dieser politisch sehr unruhigen Zeit eine Heimstätte im Bunde weltanschaulich gleichgesinnter Burschen zu finden. Auf Initiative der Mittelschüler Josef Tasler, Walter Rankl, Hans Krutzler und Alois Lanz wurde im Herbst 1933 der Gedanke in die Tat umgesetzt, in Tulln eine Studentenverbindung zu gründen. Hierzu ist zu bemerken, dass in Tulln erst seit dem Schuljahr 1931/32 ein städtisches Realgymnasium bestand und dass alle Gründungsburschen das Gymnasium in Klosterneuburg besuchten. Aber gerade diese Tatsache beflügelte die jungen Studenten, in Tulln eine eigene Verbindung zu gründen.

Nach zahlreichen vorbereitenden Aktivitäten – wobei die Verbindungen Rugia Röschitz und Aggstein St. Pölten als Vorbilder dienten und der eben erst gegründete MKV Geburtshelferdienste leistete – wurde am 8. Oktober 1933 durch den Gründungs-BC die „Katholisch-deutsche Studentenverbindung Comagena“ zu Tulln ins Leben gerufen. In Anbetracht der Wichtigkeit dieses Conventes seien die damals anwesenden Gründer Comagenae genannt: Hochwürden Koop. Hofer, die Lehrer Bandion und Anton Matyas (I.), Prof. Heinrich Dopplinger sowie die Vertreter des eben erst gegründeten MKV Dr. Guido de Bialoruski und DI Jaro Sterbik-Lamina. An jungen Studenten waren Alois Bauer, Hans Krutzler, Alois Lanz, Alfred Oberleitner, Eduard Pichler, Walter Rankl, Ernst Schlichtinger, Heinrich Stahl, Rudolf Schmircher, Bruno Schuppler, Josef Tasler, Kurt Waldheim und Walter Waldheim anwesend.

Der Gründungs-BC wählte folgendes erstes Chargenkabinett Comagenae:

Der Gründungssenior Josef Tasler nahm daraufhin den anwesenden Studenten den Burscheneid ab und rezipierte die Gründungs-Fuchsen Kurt und Walter Waldheim. Dann beschloss der Gründungs-BC den Verbindungsnamen „Katholisch-deutsche Studentenverbindung Comagena“, den Wahlspruch „Einigkeit macht stark“ und die Verbindungsfarben „Blau-Weiß-Gold“. Der literarisch begabte Gründungssenior Josef Tasler hat selbst Comagenas Farbenlied („Wachet auf, ihr tapferen Ahnen...“), die Burschenstrophe („Comagenas Burschen führen Blau-Weiß-Gold in ihrem Schild...“) und die Fuchsenstrophe („Nützen wir die jungen Tage...“) ersonnen. Erst nach der Wiedergründung Comagenas im Jahre 1949 wurde nur das Farbenlied durch das heutige Bundeslied ersetzt; Burschen- und Fuchsenstrophe sind aber von 1933 bis heute gleich geblieben.

Der Gründungskommers Comagenae am 4. und 5. November 1933 war zugleich die Geburtsstunde der Verbindung in der Öffentlichkeit. Zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, zahlreiche Gastverbindungen und Gäste frequentierten diesen Kommers; wegen ihrer Verdienste um die Gründung der Verbindung wurden den frühen Förderern Min. a.D. Rudolf Buchinger und Reg.-Rat. Walter Waldheim die Bänder Comagenae (als Ehrenmitgliedern) verliehen. An Landeshauptmann Josef Reither aus Langenrohr wurde die Ehrenmitgliedschaft wegen seiner Verdienste um die engere Heimat anlässlich des ersten Weihnachtskommerses verliehen. Die hochgestellten Persönlichkeiten aus dem Tullner Feld übernahmen mit den Ehrenbändern auch die Patronanz über die junge Verbindung und gaben ihr den nötigen Rückhalt in der Öffentlichkeit.

Es wird wenigen bekannt sein, dass der Studentenball, der seit 1948 vom Gymnasium Tulln veranstaltet wird, in den Dreißiger Jahren einen Vorläufer hatte: Comagena Tulln veranstaltete am 20. Jänner 1934 in den Tullner Stadtsälen ihren ersten und sehr gelungenen Studentenball.

Das 2. Semester Comagenae, das Sommersemester 1934 unter Senior Bbr. Walter Rankl, wurde von den bürgerkriegsähnlichen Zusammenstößen im Februar überschattet, wobei 12 Comagenen bei den ostmärkischen Sturmscharen und sechs beim christlich-deutschen Turnverein im Bereitschaftsdienst der legalen Macht standen, ebenso wie nach der Ermordung des österreichischen Bundeskanzlers Dr. Engelbert Dollfuß am 25. Juli 1934. Eine Damenkneipe, die gemeinsam mit e.v. Rudolfina Wien im Cartellverband (CV) geschlagen wurde, bildete einen Lichtblick in dieser politisch so unheilschwangeren Zeit.

Das Wintersemester 1934/35 unter Senior Bbr. Walter Rankl wurde zu Beginn durch den plötzlichen Tod von Bbr. Josef Bandion überschattet, der beim Baden in der Donau ertrank. Nach dem im engen Rahmen gehaltenen Stiftungsfest chargierte Comagena bei der vaterländischen Kundgebung am 15. November 1934 in Tulln, bei der Bundeskanzler Dr. Kurt Schuschnigg sprach. In diesem Zusammenhang scheint von Interesse, dass Comagenas Chargierte in der Gründerzeit 1933 bis 1938 Wichsen mit blauen Fläusen trugen. Nach dem Weihnachtskommers, an dem Min. a.D. Buchinger und Reg.-Rat Waldheim teilnahmen, übersiedelte Comagena vom Gasthaus Buchinger, wo die Verbindung nur einen Raum als Bude hatte, in die neuere größere Bude im Gasthaus Pfannhauser. Auch der 2. Studentenball Comagenae wurde in Anwesenheit des zum Landwirtschaftsminister avancierten Josef Reither ein voller Erfolg.

Im Sommersemester 1935 war Bbr. Ernst Schlichtinger Senior Comagenae. Interessant, was uns der Consenior des Semesters, Bbr. Kurt Waldheim, der sich übrigens mit einer schönen Zeichnung in der Chronik verewigt hat, berichtet: Mit Sorge beobachtete er die weltpolitischen Vorgänge rund um die Einführung der Allgemeinen Wehrpflicht in Deutschland, den Einmarsch Italiens in Abessinien und die gewaltige Aufrüstung der Großmächte. Schon damals zeigte sich in unserer Verbindung das enorme außenpolitische Interesse des späteren Diplomaten Dr. Kurt Waldheim, dessen Karriere als Botschafter, Außenminister (1968-1970), UN-Generalsekretär (1971- 1981) und Bundespräsident (1990-95) unsere Verbindung mit Stolz erfüllt. Bbr. Kurt Waldheim weiß aus diesem Semester aber nicht nur Sorgenvolles, sondern auch Schönes aus der Welt der Comagena zu berichten: von einem herrlichen Couleurausflug „ins Blaue“, von der eindrucksvollen Fronleichnamsprozession und von einer groß aufgezogenen Sonnwendfeier mit berufsständischer Ordnung der Teilnehmer. Die Teilnahme unserer Verbindung an der Fronleichnamsprozession bildet seit 1935 einen traditionellen Höhepunkt im Verbindungsleben.

Das Wintersemester 1935/36 sah Bbr. Kurt Waldheim an der Spitze der Verbindung. Anlässlich des Stiftungsfestes wurde dem damaligen Tullner Gymnasialdirektor Dr. Lechner die Ehrenmitgliedschaft Comagenae verliehen, und damit eine Stütze im Gymnasium – dem personellen Nachschubreservoir der Verbindung – gefunden. In diesem Semester war dann auch der Zustrom junger Gymnasiasten zur Comagena sehr stark, so dass die Fuchsia zeitweilig bis auf zehn Fuchsen anwuchs. Ende 1935 übersiedelte Comagena in die neue Bude im Gasthaus Gruber, wo sie bis 1938 eine Heimstätte fand. Dieses erfolgreiche Semester schloss mit dem nun schon traditionell gewordenen Studentenball und zwei Allgemeinen Conventen (ACAC), die Bbr. Heinrich Stahl über seine Studienreise hielt.

Im Sommersemester 1936 unter Senior Bbr. Josef Tasler wurden Spielabende für Pingpong und Kartenspiele eingerichtet, nahm unsere Korporation an der MKV-Tagung in Innsbruck teil, und es wurde ein Stadtbummel durchgeführt; leider verhinderte die durch Streitigkeiten mit dem Wirt wieder aktuell gewordene Budenfrage weitere Aktivitäten.

So war denn auch das Wintersemester 1936/37 unter dem Senior Bbr. Ludwig Lechner anfangs nicht sehr aktiv, ja die Chronik erwähnt nicht einmal die Abhaltung des Stiftungsfestes! Immerhin konnten dann eine Damenkneipe, der Weihnachtskommers und der Studentenball durchgeführt werden. An diesem Weihnachtskommers war erstmals Prof. Dr. Johann Katzenschlager inmitten der Comagenen; wie oft sollte er später noch die Bundesbrüder bei diesem Fest durch seine sinn- und würdevollen Beiträge erfreuen!

Im Sommersemester 1937 gelang es dem Chargenkabinett (CC) unter Senior Bbr. Hans Filz, die Philister Comagenae für Veranstaltungen der Verbindung zu gewinnen. Hiezu ist zu bemerken, dass Comagena 1933 bis 1938 wohl schon zahlreiche Philister, aber noch keine institutionalisierte Altherrenschaft mit Philisterchargen besaß. So hielt Alter Herr (AH) Hermann Biack einen interessanten Allgemeinen Convent (AC) über die „Lebensweise noch lebender Urvölker“, und Hochwürden Edelhauser sprach über „Religion und Religionen“ sowie über „Die christlichen Religionen im Deutschen Reiche“. Erst am Ende dieses Semesters wurde das Stiftungsfest abgehalten.

Das letzte Semester vor Auflösung der Verbindung war das Wintersemester 1937/38 unter Senior Bbr. Ernst Dotzauer. Der Chronist dieses Semesters erwähnt einen fröhlichen „Budensuff“, ein Wettschießen und einen stimmungsvollen Weihnachtskommers. Dann aber endet die Chronik mit den Eintragungen: „10. Semester 1938; Wahl-BC am 21. Jänner 1938; Umsturz März 1938; Auflösung der Verbindung Comagena.“ Den welthistorischen Hintergrund dieser Eintragungen bildet der für Österreich so folgenschwere „Anschluss“ an das Deutsche Reich. Am 12. März 1938 marschierten deutsche Truppen in Österreich ein und setzten der Ersten Republik en gewaltsames Ende. Unser Vaterland hatte als souveräner Staat zu bestehen aufgehört und wurde in das Deutsche Reich eingegliedert. Nach dem Willen der nun über Österreich herrschenden nationalsozialistischen Machthaber sollte Österreich nicht nur staatlich, sondern auch ideell ausgelöscht werden. Daher wurden all jene Organisationen verboten, die als Träger einer vaterländischen „Österreichidee“ galten, allen voran die österreichischen Studentenverbindungen. So wurde auch die „Katholisch-deutsche Studentenverbindung Comagena“ zu Tulln aufgelöst und jede Art von Verbindungstätigkeit verboten. Durch dieses jähe Ende unserer Verbindung wurden fünf aktive Aufbaujahre abrupt unterbrochen und die Institution der Comagena zerstört. Unzerstörbar aber waren die vielen schönen Erinnerungen, und ungebrochen blieb der Wille vieler Comagenen, die ihnen so teuer gewordene Studentenverbindung Comagena dereinst wieder entstehen zu lassen.

Verbotszeit (1938-1945)

Schon eineinhalb Jahre nach dem Verbot unserer Comagena führten die nationalsozialistischen Machthaber das Deutsche Reich und damit auch das angeschlossene Österreich in die Katastrophe des Zweiten Weltkrieges. Viele Comagenen waren eingerückt und mussten in diesem Krieg ihr Leben lassen: Mit Alois Bauer, Wilhelm Doppler, Ernst Dotzauer, Anton Giller, Ernst Goldmann, Hans Krutzler, Alois Lanz, Ludwig Lehr, Roman Lubich, Ernst Obermeisser und Josef Wittmann hatte Comagena elf Bundesbrüder zu beklagen, die entweder auf den Schlachtfeldern gefallen, in Gefangenenlagern gestorben oder vermisst geblieben waren. Trotz der Auflösung unserer Comagena und des Verbots jeder Verbindungstätigkeit flackerte im zweiten Weltkrieg die Idee der Comagena mehrfach wieder auf: So zog im Frühjahr 1941 der damalige Tullner Maturajahrgang nach der Reifeprüfung öffentlich (!) in Farben auf, und so schlugen alte Gründungsburschen, die sich auf Fronturlaub befanden, in einem Weinkeller in Zellerndorf eine „illegale“ Kneipe in vollen Farben.

Wiedergründungsbestrebungen (1945-1949)

Als 1945 das „Dritte Reich“ zusammenbrach und die Republik Österreich wieder errichtet wurde, war aber zunächst an eine Wiedergründung der Verbindung noch nicht konkret zu denken. Denn existentielle Probleme beherrschten damals das Denken und Handeln der Österreicher und die Zweite Republik stand angesichts der Viermächtebesatzung noch auf schwachen Beinen. Es darf wohl in einer Historia Comagenae nicht unerwähnt bleiben, dass nach den ersten freien Wahlen im wiedererstandenen Österreich am 25. November 1945 der erste Bundeskanzler der Zweiten Republik der Ur-Comagene aus der Ferialis der Zwanziger Jahre Dipl.Ing. Leopold Figl war, der dieses hohe und damals so verantwortungsvolle Amt bis 1953 bekleidete.

Neben existentiellen Problemen gebot insbesondere die Anwesenheit der russischen Besatzungsmacht in Tulln eine Wiedergründung unserer Verbindung immer wieder aufzuschieben. Aber durch die allmähliche Konsolidierung des politischen und wirtschaftlichen Lebens war dann 1948/49 der äußere Rahmen gegeben, um eine Wiedergründung Comagenae ernsthaft ins Auge fassen zu können.

Besonders im CV-Bezirksphilisterzirkel verstummte nie die Forderung nach einer Wiedergründung der Comagena. Insbesondere der Judenauer Gemeindearzt Dr. Hans Geyer, der Gymnasialprofessor Dr. Walter Fleischhacker und der Bezirkshauptmann Dr. Johann Sykora haben sich seitens des CV-Zirkels für eine Wiedergründung unserer Korporation eingesetzt. Dr. Geyers Sohn Roderich warb im Tullner Bundesrealgymnasium erfolgreich um junge Mitglieder für die wieder zu gründende Verbindung, die dann im Wesentlichen den Kern der ersten Aktivitas bildeten.

Neben dem CV-Bezirksphilisterzirkel hat sich die damalige Tullner CV-Aktivitas um die Wiedergründung unvergängliche Verdienste erworben, wobei hier besonders Anton Matyas (II.), Rudolf Eigner und Helmut Brunner zu nennen sind. Auch der Aggstein-Bezirksphilisterzirkel unterstützte sehr rege die Wiedergründungsbestrebungen. Schon im Frühjahr 1949 wurde unter der Patronanz des CV-Zirkels eine Frühlingskneipe erfolgreich geschlagen, die eine positive Resonanz auf die Idee des Farbstudententums, insbesondere bei den Studenten des Tullner Gymnasiums, zeigte.

Ein letzter Anstoß zur Wiedergründung Comagenae erfolgte im Juni 1949 anlässlich eines Ausfluges des CV-Zirkels nach Reidling. In einem dortigen Weinkeller kam von Rudolf Eigner der Vorschlag, Comagena vorläufig wenigstens als Ferialis wieder zu begründen, eine Idee, die bei den Anwesenden sofort begeisterte Zustimmung fand.

Aktiver Neubeginn (1949-1953)

Am 1. Juli 1949 war es dann endlich so weit: Mitglieder des CV-Bezirksphilisterzirkels, des Aggstein-Bezirksphilisterzirkels, der Tullner CV-Aktivitas und ehemalige Gründungsburschen von 1933 trafen einander im Hause des Bezirkshauptmannes Dr. Sykora, um über die Wiedergründung zu beraten. Als nun seitens der Gründungsburschen Bedenken gegen eine Wiedergründung Comagenae laut wurde und die Diskussion kulminierte, erhob sich Anton Matyas (II.) als semesterältester Bursch der Tullner CV-Aktivitas und erklärte Comagena für gegründet, indem er durch Handschlag die anwesenden Tullner CV-Aktiven zu Burschen der wieder gegründeten Comagena erklärte.

Das Gründungssemester der nun wieder Wirklichkeit gewordenen Comagena vom 1. Juli bis zum 31. August 1949 war von zahlreichen Aktivitäten des ersten CC nach der Wiedergründung erfüllt. Dieses CC setzte sich wie folgt zusammen: Senior war Bbr. Anton Matyas (II.), Consenior war Bbr. Rudolf Eigner, Schriftführer waren die Bbr.Bbr. Josef Hamr und Erich Winkler, und Kassier sowie Fuchsmajor war in Personalunion Bbr. Helmut Brunner. Der erste BC beschloss, in Abänderung des alten Namens, die wiedergegründete Korporation „Katholisch-österreichische Mittelschulverbindung Comagena“ zu nennen; Farben, Wahlspruch und Zirkel wurden gleich belassen, allerdings wurden jetzt Wichsen mit weißen Fläusen angeschafft. Die Verbindung wurde vereinsrechtlich genehmigt und mietete im Haus Nibelungengasse 20 (ehemaliges Haus neben dem Römerturm) eine erste Bude. In einem ersten AC sprach Bbr. Rechnungsrat Jaro Sterbik-Lamina über „Geschichte und Probleme des MKV“. Das Gründungssemester fand seinen Abschluss im Festkommers anlässlich der Wiedergründung Comagenae am 20. August 1949 im Gasthof Eckerl. Bei diesem sehr gut besuchten Kommers (14 Chargierte, über 150 Gäste) wurden an Hochw. Prof. Franz Edlhofer als Ehrenmitglied, Bezirkshauptmann Dr. Johann Sykora als Ehrenphilister und Prof. Dr. Walter Fleischhacker, Dr. Hans Geyer und den Tullner Gymnasialdirektor DI Leopold Zaussinger als Bandphilister die Bänder Comagenae verliehen. Interessant sind aus späterer Sicht die Namen der bei diesem Festkommers rezipierten Gründungsfuchsen: Leopold Eigenseder, Roderich Geyer, Franz Hiesinger, Anton Kutzacz und Edwin Pircher.

Im Wintersemester 1949/50, unter Senior Bbr. Anton Matyas (II.), kam es zur Gründung der Altherrenschaft Comagenae. Sie bestand zunächst aus 47 Philistern, die sich vor allem aus Alten Herren des Aggstein-Bezirksphilisterzirkels, des CV-Bezirksphilisterzirkels und aus Altcomagenen der Jahre 1933 bis 1938 rekrutierten. Es soll hier nicht versäumt werden, das erste Philisterchargenkabinett Comagenae anzuführen, denn wie schon erwähnt, bestand zwischen 1933 und 1938 kein organisiertes Philisterium: Philistersenior war Bbr. Dr. Hans Geyer, der dieses Amt bis 1956 inne hatte, Philisterconsenior war Bbr. Dir. Hans Gruber, Philisterschriftführer Bbr. Franz Herzog und Philisterkassier Bbr. Dir. Franz Feuchtinger. Die hervorragenden gesellschaftlichen Positionen zahlreicher Alter Herren hoben das Ansehen der Verbindung in der Stadt und im Bezirk ganz beträchtlich. Mit der Gründung der Altherrenschaft erfuhr Comagena jene entscheidende institutionelle Bereicherung, die sich durch ihre Kontinuität und Aktivität im Lauf der bewegten Verbindungsgeschichte noch vielfach bewähren sollte. An Veranstaltungen sind aus diesem Semester eine Landesvaterkneipe, ein Krampusabend und ein schlichter, aber würdevoller Weihnachtskommers zu nennen. Dr. Herbert Geisler und Oberlehrer Alexander Popek erhielten dabei als Ehrenmitglieder die Bänder unserer Verbindung verliehen.

Schon das ChC des Sommersemesters 1950 unter Senior Bbr. Leopold Eigenseder bestand ausschließlich aus Schülern des Tullner Gymnasiums. Leider verstarben in diesem Semester knapp hintereinander die Ehrenmitglieder Bbr. Min. a.D. Rudolf Buchinger und Bbr. Landeshauptmann Josef Reither, die sich in den Gründerjahren 1933 bis 1938 um die Verbindung als Förderer verdient gemacht hatten. Beim Trauerkommers für Bbr. Min. a.D. Rudolf Buchinger hielt der damalige österreichische Bundeskanzler und Ur-Comagene Dipl.Ing. Leopold Figl die Trauerrede. Neben diesen prominenten Trauerfällen gibt es aus diesem Semester aber auch Erfreuliches zu berichten: Im Gasthaus Kleiß konnte eine neue, vorteilhaftere Bude gemietet und adaptiert werden, und Dir. Otto Biack, der große Lokalhistoriker unserer Stadt, hielt eine interessante AC-Reihe unter dem Titel „Die Geschichte der Stadt Tulln“; ausserdem war Comagena bei der MKV-Tagung in Salzburg zu Pfingsten präsent. Ein höchst bemerkenswertes Ereignis in der Verbindungsgeschichte war die Taufe des Protestanten und Comagena-Konkneipanten Franz Langer am 1. Juli 1950: Langer konvertierte zum katholischen Glauben, um Comagene werden zu können, weil die Erfüllung des katholischen Prinzips eine unbedingte Voraussetzung für die Mitgliedschaft in unserer Korporation war. Erst seit der Satzungsreform von 1973, als das strenge katholische durch das umfassendere christliche Prinzip modifiziert wurde, ist es auch nichtkatholischen Christen möglich, Mitglieder unserer Comagena zu werden. Das erste Stiftungsfest nach der Wiedergündung im September 1950 war ein voller Erfolg und fand seine Höhepunkte in der Festrede von Bundeskanzler Dipl.Ing. Leopold Figl, der ebenso wie seine Freunde aus der Ferialis Comagenae, Bezirksschulinspektor Anton Matyas (I.) und Fachlehrer Hermann Biack, durch die Entgegennahme unseres Bandes als Bandphilister offiziell Comagene wurde. Anlässlich dieses Kommerses wurden Ehrenmitgliedschaften Comagenae an Staatssekretär a.D. Dr. Paul Herglotz und Landesrat Johann Waltner verliehen.

Das Wintersemester 1950/51 unter Senior Bbr. Roderich Geyer sah unsere Verbindung vor allem aktiv in den traditionellen Veranstaltungen einer Landesvaterkneipe, einer Nikolokneipe und des Weihnachtskommerses.

Das Sommersemester 1951 unter Senior Bbr. Heinrich Zawichowski wurde mit zwei ACAC eröffnet: Zuerst sprach Kartellbruder (Kbr.) Hradil zum Thema „Ist Farbstudententum noch zeitgemäß?“, und dann erklärte Bbr. Dr. Hans Filz die Grundzüge der österreichischen Verfassung. Der Pennälertag in Melk sah unsere Comagena schon als vollberechtigte Korporation, die übrigens als einzige Verbindung mit Vollwichschargierten teilnahm. Ein weiterer AC in diesem Semester wurde von Dr. Blöch zum Thema „Die sozialen Fragen der Gegenwart“ gehalten. In Erinnerung rufen sollte man auch eine Burgkneipe auf dem Leopoldsberg mit e.v. Ostaricia Wien und eine Fuchsenkneipe, die als Probekneipe für die Fuchsia gedacht war und die Fuchsen als Präsidium und Contrarien, die Burschen aber im Fuchsenstall sah! Das 18. Stiftungsfest Comagenae im GH. Eckerl wurde zu einer Demonstration der Stärke der wieder gegründeten Comagena: 20 Chargierte und über 200 Gäste waren zu begrüßen, und erstmals erklang Comagenas neues Bundeslied (Wo die Lerche jubilierend...), das schon wie das alte Farbenlied aus den Gründerjahren von Bbr. Josef Tasler gedichtet wurde. Der Bürgermeister der Stadt Tulln, Ferdinand Goldmann, wurde anlässlich dieses Kommerses als Ehrenmitglied in die Verbindung aufgenommen.

Im darauf folgenden Wintersemester 1951/52 unter Senior Franz Langer wurden die traditionellen Veranstaltungen der Weihnachtszeit um einen AC bereichert, den Bbr. Hochw. Prof. Franz Edlhofer zum Thema „Probleme der Jugend und katholische Jugenderziehung“ hielt. Die neue und nach den Wünschen des MKV veränderte Geschäftsordnung (GO) wurde aufgenommen; insbesondere die Bbr.Bbr. Rudolf Eigner und Helmut Brunner haben sich bei der Gestaltung der neuen GO verdient gemacht.

Das Sommersemester 1952, unter Senior Franz Hiesinger, wurde mit zwei ACAC eröffnet: Univ.-Prof. Dr. Knoll sprach über „Staat und Kirche“ und Kbr. Rudolf Jelinek über „Studentengeschichte“. Ein erfolgreiches Frühlingsfest und die Teilnahme am Pennälertag in Wien rundeten das Semesterprogramm ab. In der sehr aktiven Ferialis 1952 unter Bbr. Edwin Pircher wurden drei Ferialkneipen geschlagen und das 19. Stiftungsfest gefeiert. Es mag für jüngere Comagenen interessant sein, dass sich die damaligen Stiftungsfeste über zwei Tage erstreckten: Am Samstag wurden der Kumulativconvent, der Altherrenconvent und der Festkommers abgehalten, am Sonntagvormittag wurde die Festmesse besucht, und nachmittags beschloss ein Couleurausflug mit Exkneipe das Stiftungsfest.

Zunächst zeigte sich auch das Wintersemester 1952/53 unter Senior Bbr. Herbert Grusch sehr aktiv und erfolgreich: Comagena nahm vom 10. bis 14. September 1952 am Katholikentag in Wien teil und war auf der Kartellversammlung in Linz präsent. Sodann hielt Kbr. Müller einen hochinteressanten AC unter dem Titel „Katholisches Farbstudententum in Vergangenheit und Gegenwart“, und Kbr. Dr. Scheucher, Kartellseelsorger des MKV, bereitete Comagena in einer religiösen Besinnungsstunde auf den Advent vor. Gegen Ende des Semesters aber zeigten sich die ersten Anzeichen einer krisenhaften Entwicklung. Die Veranstaltungen wurden immer schlechter besucht, der Weihnachtskommers musste wegen Maul- und Klauenseuche abgesagt werden, die Verbindung verlor ihre Bude im GH. Kleiß und konnte im Pfarrheim nur eine vorläufige Unterkunft finden. Der erste Elan nach der Wiedergründung war zweifellos verflogen, und Comagena stand vor schwierigen Zeiten.

Personelle Krise (1953-1956)

Bereits im Sommersemester 1953, unter Senior Bbr. Franz Langer, zeichnete sich die personelle Krise der Verbindung deutlich ab: Die Fuchsia war auf zwei Fuchsen zusammengeschmolzen, und vom Gymnasium war kein Nachschub zu erwarten, denn die damaligen Gymnasialklassen hatten nur wenige Schüler, unter ihnen viele mit schlechten Verkehrsverbindungen nach Tulln, so dass sie als potentielle Comagenen ausschieden. Auch die Aktivitas verfügte über sehr wenige Burschen, die für eine Chargentätigkeit in Frage kamen, weil inzwischen zahlreiche Burschen maturiert hatten und in Wien studierten und wohnten, wobei sie vielfach Zugang zu CV-Verbindungen fanden und ihr Interesse an der Comagena zurücksteckten. Daher konnten nur wenige Pflichtveranstaltungen durchgeführt werden, und viele BC-Beschlüsse blieben ohne entsprechende Durchführung. Werbeveranstaltungen für unsere Verbindung unter den Tullner Gymnasiasten blieben ohne Erfolg, weil diese inzwischen bei der Katholischen Jugend oder bei den Pfadfindern Betätigungsfelder gefunden hatten.

Trotz der angespannten personellen Situation und der Notbude im Pfarrheim gelang es dem Senior Bbr. Edwin Pircher und seinem ChC im Wintersemester 1953/54 sehr erfolgreiche Veranstaltungen zu verwirklichen. So gestaltete sich das 20. Stiftungsfest Comagenae zu einem großen Ereignis: Bbr. Außenminister DI Leopold Figl hielt die Festrede, LAbg. Roman Gutscher und Ing. Josef Huppmann als Ehrenmitglieder und Reg.-Rat Franz Pfeifer als Bandphilister wurden durch Bandverleihungen Mitglieder unserer Verbindung, und schließlich wurden mit e.v. Arminia Klosterneuburg und e.v. Ostaricia Wien Freundschaftsbänder getauscht.

Auch im Sommersemester 1954 leitete Bbr. Edwin Pircher die Verbindung. Nun war aber die personelle Lage der Aktivitas schon derart angespannt, dass nur mehr drei Chargen zur Verfügung standen. Die Aktivitäten mussten sich daher auf das Nötigste beschränken, wobei ein AC mit Bbr. LAbg. Roman Gutscher über „Aktuelle Politik“ zu erwähnen ist. Allerdings konnte im GH. Eckerl eine neue Bude gemietet werden.

Leider existieren aus den folgenden vier Semestern, vom Wintersemester 1954/ 55 bis einschließlich Sommersemester 1956, keine Chroniken und auch nur wenige BC-Protokolle. Daher war der Verfasser dieser Zeilen auf das Gästebuch, vor allem aber auf mündliche Aussagen damaliger Verbindungsmitglieder angewiesen, um diese schwierige Periode der Verbindungsgeschichte einigermaßen rekonstruieren zu können.

Für das Wintersemester 1954/55, unter Senior Bbr. Franz Langer, konnte die Durchführung des Stiftungsfestes, der Nikolokneipe und des Weihnachtskommerses ermittelt werden. Im Sommersemester 1955 war offenbar der Tiefpunkt der Krise erreicht: Es konnte kein ChC mehr gebildet werden, ja die Verbindungsagenden wurden im Stil einer Ferialis von den BbrBbr. Herbert Grusch und Adolf Ganser geführt. Das Verbindungsleben beschränkte sich auf gelegentliche Zusammenkünfte geselliger Art. Auch innerer Zwist und vereinzelte Aktionen im jugendlichen Übermut schadeten dem Ansehen der Verbindung in der Öffentlichkeit und trugen dazu bei, dass sich die personelle Situation nicht bessern konnte.

Im Wintersemester 1955/56 konnte unter dem Senior Bbr. Edwin Pircher wieder ein Rumpf-ChC gebildet werden. Aber schon im Sommersemester 1956 war Edwin Pircher Senior eines nun bereits wieder kompletten ChC. In diesen beiden Semestern konnten die wichtigsten Agenden Comagenas wahrgenommen werden und damit die Auflösung der Verbindung, die damals bereits in Diskussion war, verhindert werden. Es gehört zu den großen Verdiensten Bbr. Edwin Pirchers um die Verbindung, dass er in dieser kritischen Phase als Altbursch, der schon längst der Altherrenschaft angehören sollte, trotz aller offensichtlicher Aussichtslosigkeit die Verbindung weiterführte und sich einer Auflösung widersetzte. Besonders Bbr. Prof. Dr. Walter Fleischhacker hat ihn in diesem Bestreben unterstützt.

Leider befand sich unsere Comagena in der Zeit, als Österreich durch die Unterzeichnung des Staatsvertrages – woran die Comagenen Außenminister Dipl.Ing. Leopold Figl, aber auch Botschafter Dr. Kurt Waldheim führend beteiligt waren – die volle Souveränität wieder erreichte, in einer existentiellen Krise, die aber dank der unverdrossenen kontinuierlichen Arbeit einzelner Bundesbrüder nicht zur Auflösung der Verbindung führte und die Konsolidierung ermöglichte.

Jahre der Konsolidierung (1956-1968)

Um aus der personellen Krise herauszukommen, war die Gewinnung neuer Mitglieder aus dem Tullner Gymnasium nötig. Insbesondere die Gymnasialprofessoren, die BbrBbr. Dr. Ernst Schlichtinger und Dr. Walter Fleischhacken haben sich hierbei verdient gemacht.

So konnten im Wintersemester 1956/57 fünf Neoburschen unter Senior Bbr. Karl Hofmann Chargenämter antreten. Sehr wichtig für die Weiterentwicklung der Verbindung war der Umstand, dass in diesem Semester die Budenfrage für längere Zeit gelöst wurde: Insbesondere durch die Unterstützung des AH Dir. Leopold Bergolth konnte Comagena eine neue Bude in der ehemaligen Kaserne mieten; sie wurde bis 1970 die Heimstätte unserer Verbindung. Nach dem Stiftungsfest hielt Bbr. Prof. Pfarrer Franz Edlhofer, der von 1949 bis 1969 Verbindungsseelsorger Comagenae war, einen AC, in dem er über seine Reise zum Nordkap berichtete. Anlässlich des Weihnachtskommerses verlieh Comagena seine ersten „Pro meritis“-Bänder an die BbrBbr. Bgm. Ferdinand Goldmann und Dir. Leopold Bergolth wegen ihrer Verdienste um die Beschaffung der Bude in der Kaserne.

Das gleiche Chargenkabinett unter Senior Bbr. Karl Hofmann wurde auch für das Sommersemester 1957 gewählt. Die personelle Lage blieb aber weiter angespannt, wenn auch vier neue Fuchsen Anlass zu Hoffnung für die Zukunft gaben. Unter der Leitung der BbrBbr. Prof. Dr. Ernst Schlichtinger und Herbert Nanka wurde auf dem Hochkar der erste Skikurs Comagenae durchgeführt, der für die Verbindung einen neuen Aktivitätsbereich eröffnete. Zahlreiche Comagena-Skikurse haben in der Folge vielen Bundesbrüdern und ihrer Begleitung schöne und unvergessene Stunden gebracht. Eine Damenkneipe und ein Faschingskränzchen im Gasthof Eckerl sowie die Teilnahme am Pennälertag in Wien rundeten das Semesterprogramm ab.

Im Wintersemester 1957/58 war Bbr. Hadmar Repa Senior unserer Verbindung. Als anlässlich des Stiftungsfestes fünf Fuchsen rezipiert wurden, konnte man der personellen Zukunft wieder hoffnungsvoller entgegenblicken. Nach der Landesvaterkneipe und der Nikolofeier konnte beim Weihnachtskommers Bbr. Max Philippi als Kartellsenior begrüßt werden. In diesem Semester wurde die Teilnahme an der Sonntagsmesse in Couleur verpflichtend eingeführt.

Bbr. Hadmar Repa war auch im Sommersemester 1958 Senior Comagenae. Comagena war beim Pennälertag in St. Johann/Pongau präsent und Hr. Pillhofer hielt einen AC über seine Afrikareise unter dem Titel „Im Reiche Mohammeds V.“.

Höhepunkt im Wintersemester 1958/59, unter Senior Bbr. Ernst Leuthard, war zweifellos das 25. Stiftungsfest mit der Festrede von Bbr. Außenminister DI Leopold Figl und die 50-Semester-Jubelband-Verleihung an die Gründungsmitglieder von 1933. Neben den traditionellen Weihnachtsveranstaltungen zählten auch eine Exkneipe in einem Weinkeller in Oberstockstall, ein Faschingskränzchen und ein AC mit Prof. Thalhammer „Da wir auf Erden ja so viele sind“ zu den herausragenden Ereignissen dieses aktiven Semesters.

Das Sommersemester 1959 sah Bbr. Peter Pösel an der Spitze der Verbindung. In zwei ACAC sprachen Prof. Widner über Musikgeschichte und dann Bbr. Prof. Josef Tasler über Literaturgeschichte. Ein Couleurausflug führte die Verbindung nach Dürnstein. Zur Fronleichnamsprozession konnte Comagena schon vier Chargierte stellen, da eine vierte Wichs wieder angekauft werden konnte.

Im Wintersemester 1959/60, unter Senior Bbr. Peter Pösel, wurden die traditionellen Veranstaltungen des Wintersemesters – Stiftungsfest, Landesvaterkneipe, Nikolofeier und Weihnachtskommers – ordnungsgemäß durchgeführt, und in zwei Kumulativconventen wurden Satzungsänderungen diskutiert und beschlossen.

Zu Beginn des Sommersemesters 1960, in dem Bbr. Norbert Grusch Senior war, wurden ein Gschnasfest im Gasthaus Eckerl und ein AC mit Bbr. Dir. Hans Gruber abgehalten, der „Wissenswertes über die Sowjetunion“ darlegte. Dann führte der Couleurausflug in diesem Jahr nach Klosterneuburg, wo eine Freundschaftskneipe mit den dort ansässigen Verbindungen geschlagen wurde. Auch am Pennälertag in Krems, bei dem wegen der damals brennenden Südtirolfrage eine entsprechende Kundgebung stattfand, nahm Comagena teil.

Das Wintersemester 1960/61, ebenfalls unter dem Senior Bbr. Norbert Grusch, stand im Zeichen der traditionellen Veranstaltungen des Wintersemesters: Stiftungsfest, Landesvaterkneipe und Weihnachtskommers wurden mit guter Resonanz durchgeführt. Leider verunglückte Bbr. Adolf Ganser bei einem Verkehrsunfall tödlich; die Verbindung verlor in ihm einen sehr aktiven Burschen der fünfziger Jahre.

Bbr. Karl Heinl stand der Verbindung im Sommersemester 1961 vor. Damals konnte unter der Leitung von Bbr. Prof. Herbert Nanka ein Comagena-Skikurs auf dem Hochkar durchgeführt werden, dann nahm Comagena mit beachtlichen sieben Bundesbrüdern am Pennälertag in Innsbruck teil, und schließlich wurde durch einen gelungenen Couleurausflug ins Burgenland dieses Semester beschlossen. Besonders anzumerken sind von diesem Semester an auch stärkere MKV-Aktivitäten durch die Teilnahme an MKV-Arbeitstagungen und Chargenschulungen.

Das Wintersemester 1961/62, unter Senior Bbr. Karl Heinl, stand im Zeichen des Zieles, das Verhältnis zwischen Leibburschen und Leibfuchsen zu verbessern. Dazu haben die erfolgreichen Veranstaltungen des Stiftungsfestes, einer Weihnachtsvorbereitungsfeier und des Couleurausfluges nach Großweikersdorf sicher beigetragen. Auch wurden eine Landesvaterkneipe und eine Damenkneipe geschlagen. Schließlich nahm Comagena auch an einem Fackelzug in Rust bei Gastgeber Bbr. Nationalratspräsident DI Leopold Figl anlässlich seines 60. Geburtstages teil.

Bbr. Karl Heinl wurde im Sommersemester 1962 zum dritten Mal als Senior Comagenae gewählt. In diesem Semester führte der Comagena-Skikurs unter der Leitung von Bbr. Helge Brunner wieder auf das Hochkar, Bbr. Dir. Hans Gruber sprach im Rahmen eines AC über „Der MKV und die Politik“ und die Fußballmannschaft Comagenae schlug die Auswahl e.v. Arminia Klosterneuburg sensationell hoch mit 11:1!

Erfreulicherweise wurde auch im Wintersemester 1962/63 unter Senior Bbr. Peter Sykora die Tradition der Chargenschulungen weiter gepflogen. Das Stiftungsfest wurde diesmal mit einem Couleurausflug in einen Weinkeller nach Fels/Wagram abgeschlossen. Dann wurde ein Tanzkränzchen im Hause Dr. Sykora abgehalten, eine Landesvaterkneipe geschlagen und das Semester durch eine Weihnachtsvorbereitungsfeier (statt des Weihnachtskommerses) abgeschlossen.

Im Sommersemester 1963 war Bbr. Ernst Sykora Senior Comagenae. Der Consenior dieses Semester, Bbr. Karl Hofmann, hat schon damals der Chronik prinzipielle Bemerkungen über die eigenständige Entwicklung der Comagena im MKV vorangestellt. Herausragende Ereignisse dieses Semesters waren ein Tanzkränzchen im Gasthaus Eckerl mit Comagena-Gesangsquartett und Klavierbegleitung, eine AC-Reihe über „Neueste Vaterlandsgeschichte“, wobei Bbr. Prof. Dr. Roderich Geyer drei ACAC und Farbenbruder (Fbr.) Dr. Theodor Zeh einen AC hielt, sowie die aktive Tätigkeit einer Budenkommission.

Das 30. Stiftungsfest im WS 1963/64 wurde von unserer Verbindung groß angelegt und sehr feierlich begangen. Bbr. Peter Pösel wurde zum Jubelsenior mit eigenem Organisationskomitee gewählt, und auch eine Festschrift unter der Redaktion von Bbr. Karl Hofmann wurde herausgegeben, eine wichtige Quelle der Verbindungsgeschichte. Eröffnet wurde das Stiftungsfest schon eine Woche vor dem Festkommers mit einem Couleurausflug zur Paul-Troger-Ausstellung nach Stift Altenburg, wobei im Anschluss daran in Maria Dreieichen die Stiftungs-Festmesse von Verbindungsseelsorger Bbr. Hochw. Prof. Franz Edlhofer gehalten wurde. Beim Jubelfestkommers im Stadtsaal, der mit 23 Chargierten und einer großen Corona einen prächtigen Rahmen hatte, hielt Bbr. Landeshauptmann DI Leopold Figl die Festrede.

Nach dem Jubelfest wurde das Chargenkabinett für das WS 1963/64 mit Bbr. Ernst Sykora als Senior gewählt. Dieses ChC bereitete einen hervorragenden Liederabend im Festsaal des Tullner Gymnasiums vor, schlug eine Landesvaterkneipe, bemühte sich um den regen Besuch bei den Couleurmessen und schloss das Semester mit dem traditionellen Weihnachtskommers, bei dem Bbr. Karl Hofmann der erste Ehrenring Comagenae verliehen wurde.

Das Sommersemester 1964, unter dem Senior Bbr. Hermann Kramer, war auch durch zahlreiche Veranstaltungen gekennzeichnet. Erstmals wurde die Idee eines Tischtennisturniers in die Tat umgesetzt. Dann hielten im Rahmen von ACAC Bbr. Heinz Stahl über Spanien und Bbr. Peter Pösel über Skandinavien Lichtbildervorträge, Univ.-Prof. Dr. Hopmann sprach über: „Die Bewohnbarkeit der Planeten“, wobei der Gelehrte die Unmöglichkeit einer menschlichen Landung auf dem Mond (wegen des Van-Allen-Gürtels) betonte; fünf Jahre später betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond... Comagena nahm auch am Pennälertag in Wr. Neustadt teil, vergnügte sich bei einem Tanzkränzchen im Hause Zimmerer und beschloss das Semester mit einem Couleurausflug zu den Kamptal-Stauseen und einer Exkneipe in Feuersbrunn.

Der Wahl-BC des WS 1964/65 wählte Bbr. Dietrich Heindl zum Senior Comagenae. Auch dieses Semester stand im Zeichen großer Aktivitäten, denn neben den traditionellen Veranstaltungen des Stiftungsfestes im Gh. Eckerl, einer Landesvaterkneipe und des Weihnachtskommerses wurden noch vier ACAC, ein Fuchsenkränzchen im Hause Sykora und ein Leopoldikränzchen abgehalten. Die ACAC hielten Bbr. Peter Pösel über Finnland, Bbr. Heinz Stahl über Spanien, Dir. Otto Biack über die Geschichte Tullns und die Olympionikin Liese Sykora über Tokio. Den Höhepunkt dieses Semesters bildete aber zweifellos die viermalige Aufführung der komischen Oper „Doktor und Apotheker“ von Carl Ditter von Dittersdorf im Festsaal des Gymnasiums durch unsere Comagena am 6., 7., 27. und 28. November 1965 unter der Leitung von Philistersenior Bbr. Prof. Josef Tasler. Nicht unerwähnt soll auch die Herausgabe eines Liederheftes Comagenae mit 112 Liedertexten bleiben.

Das Sommersemester 1965 unter dem Seniorat von Bbr. Werner Hetsch wurde von einem Trauerfall größter Bedeutung überschattet: Am 9. Mai 1965 verstarb Bbr. Dr. h.c. DI Leopold Figl. „Figl von Österreich“ war zweifellos der profilierteste Politiker der Zweiten Republik und hat sich auch als Bundesbruder überaus verdient gemacht, unter anderem als Begründer der Ferialis Comagena und als Stiftungsfestredner. Comagena nahm mit drei Chargierten und vielen Bundesbrüdern am Staatsbegräbnis teil und gedachte seines großen Bundesbruders in einem Trauerkommers. Aus diesem Semester gibt es aber auch Erfreulicheres zu berichten: Unter der Leitung der BbrBbr. Hermann Kramer und Ekkebert Zimmerer wurde der Skikurs am Zauchensee durchgeführt, außerdem wurde an der Arbeitstagung des MKV und am Pennälertag in Graz teilgenommen. In Allgemeinen Conventen bereicherte Frau. Dr. Klimesch-Schmid das Wissen der Comagenen um „Das Barockzeitalter in Österreich“, und Hr. Karl Leonhard sprach über seine Eindrücke von Berlin. Ein Tanzkränzchen im „Zimmerer-Keller“, ein Couleurbummel in die Kronau und der Couleurausflug nach Lunz beschlossen dieses Semester.

Vor allem die Durchführung traditioneller Veranstaltungen kennzeichnete das Wintersemester 1965/66 unter Senior Bbr. Michael Wiesinger. So wurde das Stiftungsfest durch einen Couleurausflug nach Oberstockstall abgeschlossen. Der Weihnachtskommers, ein weiteres Tanzkränzchen im „Zimmerer-Keller“ und ein AC mit Bbr. Erich Macho, der über seine Reise unter dem Titel „Auf dem Landweg nach Jerusalem“ sprach, bildeten das weitere Programm des ereignisreichen Semesters.

Dass die Struktur der Aktivitas Comagenae mit ihrem überdurchschnittlichen Anteil an Hochschulstudenten besonders bei der Chargenbesetzung Nachteile hatte, zeigte sich im Sommersemester 1966 unter Senior Bbr. Hannes Fürst, als damals trotz 23 aktiver Burschen kein Consenior bestellt werden konnte. Außerdem berichtet Bbr. Karl Heinl als kritischer Chronist dieses Semesters von Rissen im Verhältnis zwischen Aktivitas und Altherrenschaft, die sich vor allem während der weltanschaulichen Krise der Verbindung noch verstärken sollten. An herausragenden Ereignissen bzw. Veranstaltungen des Sommersemesters 1966 sind zu nennen: die Abhaltung des Comagena-Skikurses am Zauchensee, die erfolgreiche Einführung von Kegelabenden, ein hochinteressanter AC mit Prof. Dr. Franz Seyr unter dem Titel „Weg zum Du“, der vielen Comagenen die Philosophie Ferdinand Ebners näher brachte, sodann ein gemeindepolitischer AC mit dem jungen Vizebürgermeister der Stadt Tulln, Bbr. Edwin Pircher, und schließlich ein Festkommers anlässlich der Bandverleihung an Bezirkshauptmann Wirkl. HR Dr. Michael Wiesinger und Prof. Erich Macho als Bandphilister. Die fußballerischen Aktivitäten waren im Training erfolgreich, scheiterten aber an der Wirklichkeit beim 0:6 gegen e.v. Rhaeto-Norica Klosterneuburg.

Im Wintersemester 1966/67 war Bbr. Rudolf Schmircher Senior Comagenae, der einem Chargenkabinett aus Altsemestrigen und Hochschulstudenten vorstand, was die oben erwähnte personelle Tendenz fortsetzte. Die ordnungsgemäße Durchführung der traditionellen Veranstaltungen des Wintersemester standen im Mittelpunkt des Semesterprogramms; daneben wurden die Couleurmessen fleißig besucht, das Fußballtraining stark frequentiert, und Prof. Eidherr hielt einen musikalisch untermalten AC unter dem Titel „Beat Protest“, der das Zeitalter der Beatles und den immer stärker werdenden Jugendprotest dieser Jahre beleuchtete.

Im Sommersemester 1967 unter dem Senior Bbr. Arthur Widetschek erinnert uns der Chronist an ein Tanzkränzchen im Keller des Hauses Schönbauer, an einen Couleurbummel in die Kronau, an die Teilnahme unserer Comagena bei der Einweihung der Figl-Warte auf dem Tulbinger Kogel, und an einen schönen Couleurausflug nach Aschbach. Auch große sportliche Erfolge konnte Comagena in diesem Semester erringen: Bei den Sportveranstaltungen anlässlich des Pennälertages in Mödling siegte Comagenas Basketballauswahl, wurden unsere Fußballer Dritte, und es konnte unsere Verbindung einen Pokal für die sportlich erfolgreichste Korporation entgegennehmen. Dass in diesem Semester auch die geistigen Bedürfnisse der Bundesbrüder nicht zu kurz kamen, dafür sorgten Bundesminister Dr. Georg Prader und Generalmajor Emil Spannocchi, der spätere Schöpfer der Landwehrdoktrin des Bundesheeres, die einen AC unter dem Titel „Staatsbürger und Landesverteidigung“ hielten. Fritz Werner sprach über seinen Aufenthalt in Israel.

Trotz 24 aktiver Burschen war es auch im Wintersemester 1967/68 auf Grund der speziellen Altersstruktur der Aktivitas schwierig, ein Chargenkabinett unter Senior Bbr. Albert Felbauer zu bilden. Auch in diesem Semester standen gesellige Veranstaltungen im Vordergrund, denn neben den traditionellen Veranstaltungen des Wintersemesters wurde (im Rahmen des Stiftungsfestes) ein Fußballturnier durchgeführt, wurde im Gasthof Figl in Wolfpassing eine Exkneipe mit e.v. Markomannia St. Andrä-Wördern geschlagen, sowie ein Fuchsen- und ein Faschingskränzchen abgehalten. Für die Bildung sorgten zwei ACAC: Bbr. Prof. Dr. Roderich Geyer sprach über „Fünfzig Jahre Oktoberrevolution in Russland“, und Hr. Leonhard zum Thema „EWG - Europäische Willkür oder Wirtschaftsgemeinschaft?“.

Mit dem Wintersemester 1967/68 endet diese Periode der Verbindungsgeschichte, die durch starke Aktivitäten in kultureller und sportlicher Hinsicht gekennzeichnet war.

Bundessportfest, Römerturm und „Messe“ (1968-1971)

Im Sommersemester 1968, unter Senior Bbr. Robert Pauser, zeichneten sich starke neue Impulse und Entwicklungen im Verbindungsgeschehen ab. Der stärkste Impuls und zugleich eine große organisatorische Herausforderung war die Organisation und Durchführung des Ersten MKV-Bundessportfestes vom 21. bis 23. Juni 1968 in Tulln. Zwei eigene Seiten dieser Festschrift sind dem MKV-Bundessportfest gewidmet. Den Beitrag dazu hat Bbr. Ing. Dietrich Heindl als Hauptverantwortlicher des Bundessportfestes verfasst. Weiters wurde in diesem Semester der Plan einer neuen Bude im historischen Salzturm, heute „Römerturm“ genannt, bereits so konkret, dass sich die Verbindung um zusätzliche Mittel für den inzwischen geschaffenen Budenfonds umsehen musste. Der aus der Spätantike (300-360 n.Chr.) stammende Turm wurde seit 1929 als Betraum der Evangelischen Kirchengemeinde genützt. Diese hatte sich im Langenlebarner Viertel eine eigene Kirche gebaut, sodass der Turm nun für eine neue Nutzung frei wurde. In dem nun einsetzenden Ringen um eine neue Widmung des historischen Salzturms, wobei der Plan bestand, dort eine Dependance des Heimatmuseums einzurichten, hatte unsere Comagena im jungen Bürgermeister der Stadt Tulln, Bbr. Edwin Pircher, den entscheidenden Fürsprecher, im Salzturm die neue Bude Comagenae zu errichten. Als nun die Möglichkeit bestand, durch Parkwächterdienste bei den Tullner Messeveranstaltungen Mittel für den Budenfonds zu beschaffen, griff unsere Verbindung gerne zu. Zugleich setzte während dieses Semesters ein wahrer Strom an Fuchsen zur Comagena ein: Schon im Sommer 1968 zählte unsere Verbindung elf Fuchsen. Außerdem sind noch folgende Veranstaltungen hervorzuheben: Im Rahmen von ACAC sprachen Kaplan Anton Uiberall über „Das Regierungsprogramm des Herrn“, Prof. Friedrich Förstel über Musikprobleme und Bernhard Seyr über seinen Studienaufenthalt in der Sowjetunion; dann sind ein weiteres Tanzkränzchen im „Zimmerer-Keller“, ein Fuchsenkränzchen sowie der sehr gelungene Couleurausflug nach Dürnstein zu erwähnen.

Auch das Wintersemester 1968/69, unter Senior Bbr. Wolfgang Siller, war nicht weniger ereignisreich als das vorangegangene Semester. Den Höhepunkt im Veranstaltungskalender bildete zweifellos das 35. Stiftungsfest, das durch die Anwesenheit von Fbr. Bundeskanzler Dr. Josef Klaus und hoher Kartellchargen ausgezeichnet war; anlässlich dieses Stiftungsfestes wurde der so vielfach um die Verbindung verdiente Gründungssenior Bbr. Prof. Josef Tasler mit dem Ehrenring ausgezeichnet. Bei diesem Stiftungsfest wurde mit e.v. Markomannia St. Andrä-Wördern das Freundschaftsband getauscht. Nach der Landesvaterkneipe wurde ein sehr gut besuchter Weihnachtskommers gefeiert, bei dem Kaplan Anton Uiberall, der bis 1971 Verbindungsseelsorger war, und Ing. Josef Girschik als Bandphilister sowie Dr. Anton Hogl als Ehrenphilister in die Verbindung aufgenommen wurden. Bildungsveranstaltungen im Rahmen von ACAC hielten in diesem Semester Pfarrer Franz Krondorfer zu den Themen „Humanae vitae“ und „Denkt und handelt die Kirche sozial?“ sowie Fbr. Wychera, der den Comagenen zeigte, wie man „Per Autostopp nach Kaschmir“ kommt, und schließlich Prof. Irmgard Jankowij zum Thema „Gefühl und Intellekt in der Malerei des 20. Jhs.“. Daneben sind auch zwei Beatparties, eine Silvesterparty und ein Faschingsabend zu erwähnen. Comagena hatte in seiner Geschichte nie so viele Fuchsen wie in diesem Semester: Fuchsmajor Helmuth Wagner hatte zeitweilig bis zu 19 Fuchsen zu betreuen. Nun glaubten viele Comagenen, dass auf Grund dieser personellen Situation Comagena wieder zu einer „echten“ MKV-Verbindung werden und damit das Odium einer „versteckten CV-Verbindung“ ablegen könne. Es herrschte eine Art Aufbruchsstimmung: „Auch bei uns drängt die Jugend nach, es werden vielleicht schon in den nächsten Semestern Zeiten kommen, in denen alle Chargen Mittelschüler sind. Die Zukunft wird uns lehren, ob das gut ist oder nicht!“ So beschrieb der Chronist dieses Semesters, Bbr. Karl Jurka, die Situation. Leider war diese Aufbruchsstimmung des „Fuchsia über alles!“ von teilweise sehr heftigen Angriffen auf die ältersemestrigen aktiven Burschen begleitet.

Bbr. Wolfgang Siller war auch Senior Comagenae im Sommersemester 1969, das im Zeichen vielfältiger Aktivitäten und starker Fuchsenarbeit stand.Vier interessante Allgemeine Convente bereicherten das Wissen der Bundesbrüder: Zunächst setzte Fbr. Wychera seinen Vortrag über seine Kaschmirreise fort, dann sprach Bbr. Bgm. Edwin Pircher über „MKV und Politik“, erläuterte Bbr. Pfarrer Anton Uiberall den „Prozess Jesu“, und schließlich sprach Fbr. Dr. Kronhuber über „Geistige Landesverteidigung – eine typische Public-Relations-Aufgabe“. Vielen Bundesbrüdern werden auch die Gesangsconvente dieses und der folgenden Semester in Erinnerung sein, die vor allem unter der Leitung von Bbr. Prof. Herbert Nanka standen. Ein „Couleurbummel“ nach Langen-schönbichl am 1. Mai begründete die Tradition der Maiwanderungen, ein Tanzkränzchen im Hause Zimmerer, die Teilnahme am Pennälertag in Eisenstadt und ein gelungenes Auftreten der Comagena-Fußballmannschaft beim 3:2 gegen e.v. Bergland Wieselburg rundeten das Semesterprogramm ab.

Während der Ferialis 1969 wurde mit Bescheid vom 3. Juli 1969 Comagena Pächterin des historischen Salzturmes: Nach so vielen Budenstandorten bot sich nun endlich die Chance, ein ständiges Domizil für unsere Studentenverbindung zu finden. Sofort wurde ein Budenkomitee unter Führung von Bbr. Prof. Dr. Roderich Geyer ins Leben gerufen, das nun mehr als ein Jahr lang alle Hände voll zu tun hatte, um den Salzturm als Bude Comagenae zu adaptieren. Außerdem wurden während der Ferialis die Parkwächterdienste wieder aufgenommen, ein Couleurausflug nach Weissenkirchen durchgeführt und eine Exkneipe im Gasthof Figl zu Wolfpassing geschlagen.

Im Wintersemester 1969/70 waren unter Senior Bbr. Karl Jurka alle Chargen Mittelschüler, wenn man von Fuchsmajor Bbr. Wolfgang Siller absieht. Dieses Semester stand ganz im Zeichen geistiger Aktivitäten und intellektueller Ansprüche. Denn neben den traditionellen Veranstaltungen des Stiftungsfestes, der Landesvaterkneipe und des Weihnachtskommerses wurden sieben Bildungsveranstaltungen abgehalten. Neben drei ACAC, bei denen Bbr. Alfred Paal über „Währungspolitik“ sprach, die BbrBbr. Rudolf Keindl, Gottfried Stahl und Erwin Frasl über ihre Indienreise berichteten und Bbr. Prof. Dr. Roderich Geyer gemeinsam mit Prof. Pfarrer Franz Krondorfer die „Hierarchie der Kirche“ erläuterte, fanden drei Bildungsabende und eine Diskussionsrunde statt. Bei den Bildungsabenden sprachen DI Schattovits über „Hochschulpolitik“, Bbr. Prof. Dr. Roderich Geyer über das Thema „Bundesbrüderlichkeit“ und Bbr. Prof. Hochw. Franz Edlhofer über das Thema „Verbindungsseelsorger“; die Diskussionsrunde befasste sich ganz im Sinne der Neoburschen mit „Schülerdemokratie an Mittelschulen“. „Schülerdemokratie“, „Antiautoritäre Erziehung“, „Gesellschaftskritik“, „Entwicklungshilfe“, „Vietnamkrieg“ usw. waren beliebte Themen auch unserer studentischen Jugend, die innerhalb der Verbindung und vor allem im Schülerparlament des Gymnasiums immer heftiger, radikaler und linkslastiger diese und ähnliche gesellschaftskritische Problematiken diskutierte.

Schon seit etwa 1967 gab es in der studentischen Jugend der Comagena – ganz dem Zeittrend entsprechende – gesellschaftskritische Meinungen, die nun aber seit 1970 ganze Jahrgänge der Aktivitas erfassten, die voll Verzückung immer mehr die Lösung aller Probleme in jenem kolumbianischen Ei sahen, das man Marxismus nennt. So konnte denn auch eine weltanschauliche Diskussion in unserer Comagena nicht ausbleiben. Einen gewissen Ausgleich zu den starken geistigen Aktivitäten dieses Semesters brachte der Comagena-Sport: Unsere Fußballmannschaft spielte gegen e.v. Rudolfina Wien im CV unentschieden (3:3), und die MKV-Sporttage in Mödling brachten uns schöne Erfolge. Auch die Öffnung eines „Comagena-Bierkellers“ im Hause Zimmerer sorgte für einen geselligen Ausgleich.

Auch im Sommersemester 1970, unter Senior Bbr. Ewald Dopplinger, bestand das Chargenkabinett nur aus Mittelschülern, wenn man von Bbr. Hans Schuh absieht, der 1969 als Verkehrsaktiver aus Braunau am Inn zu uns gestoßen war. Neben der praktischen Aufgabe des Budenausbaues im Salzturm war auch dieses Semester ganz auf geistige Aktivitäten und Diskussionen ausgerichtet. So wurden fünf Bildungsveranstaltungen abgehalten: Zuerst beleuchteten Prof. Friedrich Förstel und Bbr. Friedrich Schindlecker das „Phänomen der Beatles“, dann sprach anlässlich eines Besuches der Verbindung bei Bbr. Pfarrer Anton Uiberall in St. Leonhard/Forst der Hausherr über „Die Kirche in der Krise“; sodann besprach DI Helmuth Schattovits die „Bildungspolitik in Österreich“, Bbr. Min. a.D. Dr. Kurt Waldheim behandelte das Thema „Österreich und die europäische Integration“, und schließlich gab Bbr. Wolfgang Siller Einblick in „Die Grundfragen einer modernen Volkswirtschaft“. Außerdem wurde ein Diskussionsabend über „MKV und Politik“ abgehalten. An geselligen Veranstaltungen dieses Semesters sind die Maiwanderung, ein „Western Saloon“ und die Exkursion in eine Weinhandlung nach Königsbrunn/ Wagram zu nennen.

In der Ferialis 1970 griff Comagena die Gelegenheit auf, im Rahmen der Österreichischen Gartenbaumesse in Tulln erstmals ein Studentencafé zu betreiben. Es ist den BbrBbr. Prof. Karl Heinl und Ing. Dietrich Heindl zu danken, dass sie die Verhandlungen mit der Messeleitung über das Studentencafé erfolgreich abschließen konnten. Das erste Studentencafé stand unter der Leitung der BbrBbr. Ing. Dietrich Heindl, Prof. Karl Heinl und Wolfgang Dier und begründete die seither beinahe lückenlose Durchführung des Studentencafés bei der Österreichischen Gartenbaumesse bis heute; nur 1974 fand wegen der WIG in Wien keine ÖGM statt; dafür aber führte Comagena 1973 und 1974 das Studentencafé zur Campa/Boot-Ausstellung durch.

Der letzte große Impuls dieser Periode der Verbindungsgeschichte fällt in das Wintersemester 1970/71 unter Senior Bbr. Rudolf Keiblinger: Am 1. Oktober 1970 konnte nach vielfältigen organisatorischen Leistungen, ungezählten Arbeitsstunden und großen finanziellen Sorgen die neue Bude im Salzturm mit der Semesterantrittskneipe eröffnet werden. Die offizielle Eröffnung der neuen Bude mit Festmesse und Festakt, bei dem die BbrBbr. Bez.-Hptm. HR Michael Wiesinger und Prof. Dr. Roderich Geyer die Festreden hielten, erfolgte anlässlich des Stiftungsfestes. Zu diesem Zeitpunkt waren der untere und der mittlere Raum bezugsfähig, der obere Raum war noch nicht ausgebaut. Insbesondere die BbrBbr. Prof. Dr. Roderich Geyer als Gesamtverantwortlicher, Bgm. Dir. Edwin Pircher von politischer Seite, Hermann Kramer von finanztechnischer Seite sowie Prof. Karl Heinl und Prof. Rudolf Schmircher von gestalterischer Seite haben sich um den Budenausbau verdient gemacht. In diesem Jahr wurde der Stiftungsfestkommers eine Woche später durch einen „Farbenabend“ ersetzt. Übrigens wurde es damals Sitte, die Kneipen als „Abende“ zu bezeichnen, was auf das allmähliche Entfernen von couleurstudentischem Brauchtum hinweist. Dennoch gab es aber nach außen hin einige herausragende Veranstaltungen dieses so turbulenten Wintersemester 1970/71: Zunächst standen zwei interessante ACAC auf dem Programm, wobei zuerst Kbr. Reinalter unter dem Titel „das JA zur Erde“ in das Denken Teilhard de Chardins einführte und dann die Professoren Zielasko und Bbr. Rudolf Schmircher die „Moderne Malerei in Österreich von 1900 bis 1938“ vorstellten. Ein Filmabend brachte dann die MKV-Sporttage in Mödling, Tulln und Bad Aussee in Erinnerung, und ein „Tag der offenen Tür“ sollte für Comagena werben, brachte aber wenig Resonanz. Anlässlich des Weihnachtskommerses wurden auf Grund ihrer Verdienste um das neue Studentenheim im Salzturm „Pro meritis“-Bänder Comagenae an die BbrBbr. Prof. Dr. Roderich Geyer, Hermann Kramer, Ing. Josef Girschik und Baumeister Anton Matyas (II.) verliehen; besonders geehrt wurde Bbr. Bgm. Dir. Edwin Pircher durch die Verleihung des Ehrenringes Comagenae für seine vielfältigen Verdienste um die Verbindung, nicht zuletzt wegen seiner initiativen Bemühungen um die neue Bude im Salzturm.

Man sollte glauben, dass all diese Impulse ein aktives und gedeihliches Verbindungsleben garantierten. Aber paradoxerweise lebte sich in der neuen herrlichen Bude die Verbindung auseinander und zerfiel in drei Gruppen, die sich zum Teil schroff gegenüberstanden. Die Mehrzahl der damaligen Aktivitas hatte auf Grund damaliger Zeitströmungen (Studentenrevolten von 1968, Jugendprotest, Außerparlamentarische Opposition, Neue Linke, Antiautoritätsmodelle u.a.m.) eine radikalkritische Grundhaltung zur Gesellschaft und ihren traditionellen Werten. Diese weltanschaulich radikale Gruppe versuchte nun, unsere Verbindung ideologisch aus den Angeln zu heben und die traditionsbewusste Verbindung in einen links orientierten Debattierklub für Jugendliche umzufunktionieren. Die zweite Gruppe rekrutierte sich aus den übrigen Aktiven, die ideologisch nicht interessiert waren und das gesellig-bundesbrüderliche Moment in der Comagena bevorzugten. Die dritte Gruppe schließlich bildete die Altherrenschaft, die an der Erhaltung unserer Verbindung mit all ihren Werten und Traditionen existentielles Interesse hatte und daher auch sehr bald auf Konfrontationskurs gegenüber der radikalen Gruppe ging. Immer deutlicher verlagerte sich nun das Verbindungsleben auf die Ebene von Grundsatzdiskussionen: Im so genannten Arbeitskreis „Verbindung“ probte die radikale Gruppe die ideologische Revolution innerhalb unserer Verbindung und arbeitete Modelle aus, um Comagena schrittweise in einen links-kritischen Jugendklub umzugestalten. Vor allem an der Satzungsreform entzündeten sich in den Burschenconventen die Geister. Zunächst wollte die radikale Gruppe die Abschaffung der Couleurpflicht und der Burschenprüfung und die Zulassung von Fuchsen zum BC (was sogar vorübergehend beschlossen wurde); dann aber forderten sie anlässlich einer Diskussion um die Satzungsreform eine Reduktion der Prinzipien auf das bundesbrüderliche Prinzip, die „amicitia“. Damit sollten zwei weltanschauliche Säulen der Verbindung fallen: das katholisch-christliche und das vaterländische Prinzip; das wissenschaftliche Prinzip wurde nicht vollinhaltlich abgelehnt, nur sollten die Studenten in Zukunft selbst über Bildungsinhalte und Unterrichtsmethoden entscheiden. Damit war aber der Bruch mit der Altherrenschaft nicht mehr zu vermeiden, da jetzt die Existenz der Verbindung auf dem Spiel stand. Ein klärendes Gespräch vom 21. Jänner 1971 zwischen den radikalen Burschen und Alten Herren blieb ohne Ergebnis, ja neue Gräben wurden aufgerissen. Jedoch mussten die Radikalen jetzt erkennen, dass sie ihre Forderungen nicht verwirklichen konnten, und zogen sich alsbald resignierend aus dem Verbindungsleben zurück. So endete dieses Semester in tiefer Gespaltenheit und in großem Misstrauen unter den Comagenen.

Der Rückzug der radikalen Burschen aus dem Verbindungsleben riss aber in den folgenden Semestern unsere Verbindung in eine neuerliche schwere personelle Krise, die aber diesmal weltanschaulich-ideologisch bedingt war.

Erstes MKV-Bundessportfest 1968 in Tulln

von Dir.i.R. Ing. Dietrich Heindl v/o Titus

Es war das erste Mal, dass sich die Mittelschuljugend aller Bundesländer Österreichs auf Initiative der Tullner Studentenverbindung Comagena und der MKV-Führung zum sportlichen Wettkampf in Tulln zusammenfand. Den Ehrenschutz übernahmen zwei Comagenen, der damalige Bundesminister für auswärtige Angelegenheiten Dr. Kurt Waldheim, und der Bürgermeister der Stadt Tulln, Dir. Edwin Pircher. Mehr als 150 Einzelbewerber, 21 Fußball- und 9 Basketballmannschaften meldeten ihre Teilnahme.

Das Programm eröffnete mit dem Empfang der Ehrengäste am 21. Juni 1968 durch den Bürgermeister der Stadt Tulln. Am Samstag, den 22. Juni begannen die Wettkämpfe, wobei die Wettkampfleiter (Bbr. Prof. Mag. Helmuth Wagner für 9 Basketballmannschaften, Bbr. Mag. Karl Heinl für 18 Fußballmannschaften, Bbr. Hans Sykora für 100 Teilnehmer der Leichtathletik, Bbr. Dr. Walter Sibral für 37 Tennisspieler und Bbr. Robert Pauser für 26 Tischtennisspieler) organisatorisch hervorragend agierten. Abends führte ein beeindruckender Fackelzug durch die Tullner Altstadt zum Stadtsaal, wo während einer Festveranstaltung die Siegerehrung für die Leichtathleten durchgeführt wurde. Am Sonntag, den 23. Juni fanden nach dem Couleurgottesdienst gestaffelt die Endspiele statt. Comagena konnte im Basketball den ersten Platz erringen, im Fußball den zweiten Platz.

Die gute Zusammenarbeit so vieler Comagenen unter der Gesamtleitung von Bbr. Ing. Dietrich Heindl und auch der gute Kontakt zur MKV-Spitze (Kartellsenior Dr. Jaro Sterbik-Lamina und Kartellpraetor Dr. Christoph Neuner) zeigten die Leistungsfähigkeit unserer Verbindung dem MKV und der Tullner Bevölkerung.

Der Erfolg war für Comagena auch Selbstbestätigung und Ansporn, den Pennälertag 1972 in Tulln zu organisieren.

Ideologisch bedingte Krise (1971-1973)

Wohl war es im Jänner 1971 schon zum Bruch zwischen den radikalen Aktiven und der Altherrenschaft gekommen, aber noch zu keiner Trennung von dieser Gruppe, die verbittert über ihr Scheitern keine Chargenämter mehr annahm und die Veranstaltungen boykottierte. Daher setzte sich der ChC des Sommersemesters 1971 unter Senior Bbr. Wolfgang Dier vor allem aus Mitgliedern der gemäßigten Aktivitas zusammen, deren Semesterprogramm aus handfesten Veranstaltungen bestand. Einem Rock-and-Roll-Kränzchen folgte ein AC mit Dir. Dr. Franz Vogler von der Zuckerfabrik über „Aktuelle Probleme der Zuckerwirtschaft“ anlässlich der Eröffnung des „Raiffeisenzimmers“ der Bude (oberster Raum) durch Generalanwalt Dr. Rudolf Rasser. Nach der Maiwanderung, die wieder nach Langenschönbichl führte, wurde – erstmals im Frühjahr – eine Landesvaterkneipe geschlagen, und es gelangten ein Maikränzchen und ein Waldfest (im Försterhaus Dier) zur Durchführung.

Der allmähliche Rückzug der frustrierten Ideologen aus dem Verbindungsleben, aber auch das Desinteresse gemäßigter Aktiver führte schon im Wintersemester 1971/72 zu einer schweren personellen Krise. Da kein ChC (früher CC) gebildet werden konnte, wurde ein Komitee um den Neoburschen Bbr. Karl Schneller beauftragt, die wichtigsten Agenden der Verbindung wahrzunehmen. Typisch für diesen personellen Tiefpunkt der Aktivitas ist die Tatsache, dass es damals nur einen Fuchsen gab. Daher ist nicht verwunderlich, dass in diesem Krisensemester nur drei Veranstaltungen durchgeführt werden konnten: Im Rahmen des mäßig besuchten Stiftungsfestes wurden Pfarrer Franz Großhagauer, der von nun an bis heute die Agenden des Verbindungsseelsorgers erfüllte, sowie Förster Franz Dier als Ehrenmitglieder aufgenommen; ein Barbarakränzchen und ein Weihnachtsabend beschlossen dieses Krisensemester.

Im darauf folgenden Sommersemester 1972 konnte mit Mühe ein ChC (ohne Consenior) unter dem Senior Bbr. Karl Schneller gebildet werden. Trotz der Bemühungen des ChC, der Verbindung neue Impulse zu geben und die Krise abzufangen, verschlechterte sich die personelle Lage der Aktivitas nun rapid, da sich die radikalen Aktiven nun vollends aus dem Verbindungsleben zurückzogen. An Veranstaltungen dieses Semesters sind zu nennen: zwei ACAC, wobei zuerst Bbr. Hans Schuh aus Praxis bezogener Sicht über den Bau der Zemmkraftwerke sprach und dann Bbr. Prof. Dr. Roderich Geyer, der das heikle Thema „Diözesansynode – demokratisches Alibi der Kirche?“ aufrollte; weiters sind die Maiwanderung nach Langenschönbichl und der zweite „Western Saloon“ anzuführen. Paradoxerweise fällt aber in dieses krisenhafte Semester eine überaus bedeutende Veranstaltung der Verbindungsgeschichte: Vom 19. bis 22. Mai 1972 fand in Tulln der Pennälertag statt. Auf Grund seiner Bedeutung ist diesem Großereignis ein eigener Beitrag auf der folgenden Seite gewidmet, den der Hauptorganisator des Tullner Pennälertages, Bbr. Dir. Alfred Paal, verfasst hat. Da der Pennälertag schon vor der Krise fixiert worden war und die Aktivitas außerstande war, diese Großveranstaltung durchzuführen, übernahm die Organisation und Durchführung dieser Repräsentationsveranstaltung die Altherrenschaft: Insbesondere die BbrBbr. Dir. Alfred Paal, Ing. Dietrich Heindl, Prof. Karl Heinl, Dr. Werner Hetsch und Hans Sykora haben sich um den Pennälertag verdient gemacht. In den folgenden zwei Semestern kulminierte die ideologisch verursachte personelle Krise der Aktivitas.

Da in diesen Semestern keine Chronik geführt wurde und auch nur zwei BC-Protokolle vorhanden sind, musste sich der Autor dieser Zeilen auf mündliche Aussagen und das Gästebuch als Quellen stützen, um diesen Semestern historisch gerecht werden zu können.

Für das Wintersemester 1972/73 wurde wohl unter Senior Bbr. Wolfgang Siller ein ChC bestimmt, der aber durch Austritte und Inaktivität alsbald auf das Duo Bbr. Wolfgang Siller und Bbr. Hans Schuh schrumpfte. Dieses Duo konnte aber den Verbindungsbetrieb aufrechterhalten und die traditionellen Veranstaltungen des Wintersemesters zur Durchführung bringen: Anlässlich des Stiftungsfestes wurde Bbr. Dir. Alfed Paal für seine Verdienste um den Pennälertag mit dem Ehrenring Comagenae ausgezeichnet; auch eine Landesvaterkneipe und der Weihnachtskommers erfreuten sich regen Zuspruchs. Darüber hinaus hatte das „Turmrestaurant im Salzturm“ geöffnet, und Bbr. Hans Schuh wiederholte seinen Vortrag über den Bau der Zemmkraftwerke. Beim KC anlässlich des Stiftungsfestes versuchten die radikalen Aktiven ein letztes Mal, die Satzung in ihrem Sinne zu ändern, scheiterten aber vollends; die neue Satzung mit voller Wahrung unserer Prinzipien wurde bei einem außerordentlichen KC im Frühjahr 1973 beschlossen. Die wichtigsten neuen Inhalte der Satzung waren die Namensänderung auf „Katholisch Österreichische Studentenverbindung Comagena“ und die Verankerung des christlichen Prinzips als Erweiterung des streng katholischen Prinzips.

Im Sommersemester 1973 konnte überhaupt kein ChC mehr gebildet werden. Nun zeigte sich die Vorteilhaftigkeit des Verbindungsaufbaus in Aktivitas und Altherrenschaft, denn diese, in praxi der Philistersenior Bbr. abs. iur. Karl Hofmann, übernahm die Führung der Verbindungsagenden der Aktivitas. Bbr. Karl Hofmann konnte sogar ein Semesterprogramm zur Durchführung bringen und neben den Semesterkneipen auch die Maiwanderung und einen Lichtbilder-AC mit Bbr. DI Horst Peham über Brasilien realisieren. Zusätzlich zur Österreichischen Gartenbaumesse wurde auch anlässlich der Campa/Boot ein Studentencafé organisiert. In diesem Semester wurden die radikalen Aktiven wegen Bruchs des Burscheneides, verbindungsschädigenden Verhaltens und Interesselosigkeit dem Verbindungsgericht zugeführt. Es ist müßig, die vielfältigen Verdienste von Bbr. Mag. Karl Hofmann für die Verbindung hervorheben zu wollen; aber seine Leistungen in diesem Krisensemester verdienen eine besondere Würdigung.

In die Ferialis 1973 fallen eine Ferialkneipe mit Gästen aus den USA und eine „Kramer-Session“ (Musikabend mit Manfred Kramer und seiner Band). Ende des Sommersemesters 1973 war die Situation der Verbindung trotz des Eingreifens der Altherrenschaft äußerst kritisch, denn schließlich steht und fällt auf Dauer jede Verbindung mit einer intakten Aktivitas. An die künftige Entwicklung unserer Comagena war angesichts der Dimittierungen und Austritte, aber auch der teilweisen Interesselosigkeit der Aktivitas und auf Grund des schwachen Fuchsenstandes vorerst nicht zu denken. Dazu kam, dass Comagenas Ruf im Tullner Gymnasium nicht der beste war und bundesbrüderliche Kontaktprofessoren aus dem Dienst geschieden waren. Was Comagena blieb, waren die wenigen getreuen Aktiven, eine intakte Altherrenschaft und die herrliche Bude im Salzturm.

Pennälertag 1972 in Tulln

von Dir.i.R. Alfred Paal v/o Dr.cer. Mauritius

Im Jahre 1970 beschloss Comagena, die Organisation des alljährlich zu Pfingsten stattfindenden Pennälertages für das Jahr 1972 in Tulln zu übernehmen.
Angesichts dieser gewaltigen Aufgabe für die Verbindung begann Comagena schon im Jänner 1971 mit den organisatorischen Vorbereitungen unter Leitung des Organisationsreferenten Bbr. Alfred Paal. Trotz zahlreicher personeller, institutioneller und kommunikationstechnischer Probleme konnte das Großereignis organisatorisch erstklassig vorbereitet werden.

In den Pfingsttagen 1972 wurde folgendes Programm erfolgreich abgewickelt:

  • Freitag, 19. Mai 1972:
    09.00 Kartellrat im Stadtsaal
  • Samstag, 20. Mai 1972:
    08.00 Beginn der Sportveranstaltungen
    09.00 Kartellversammlung im Stadtsaal
    15.30 Aktiventag im Festsaal des Bundesgymnasiums
    15.30 Altherrenbundtag im Festsaal der Arbeiterkammer
    20.00 Couleurabend im Restaurant des Stadtsaales
    21.00 Farbenball im Stadtsaal
  • Sonntag, 21. Mai 1972:
    10.30 Sammeln zum Festzug (Donauhalle)
    11.00 Festzug durch die Stadt zum Hauptplatz mit Festkundgebung
    13.00 Beginn der Sportveranstaltungen
    14.00 Intern. Leichtathletikmeeting
    17.00 Festmesse in der Donauhalle
    19.00 Kartellfestkommers im Stadtsaal
  • Montag, 22. Mai 1972:
    09.00 Couleurmesse in der Minoritenkirche
    10.00 Frühschoppen im Salzturm

Die Veranstaltungen des Pennälertages waren sehr gut besucht, am Festkommers nahmen zirka 800 Kartellbrüder, am Festzug zirka 1200 Couleurträger teil.

Der Pennälertag 1972 war durch drei Veranstaltungsarten gekennzeichnet:

  1. Erstmals Sportveranstaltungen im Rahmen eines Pennälertages, um den Kartellbrüdern, die nicht an den Tagungen teilnahmen, die Möglichkeit sinnvoller Betätigung zu geben.
  2. Tagungen mit wichtigen Ergebnissen  vor allem in der Kartellversammlung: Die Aufnahme zweier neuer Verbindungen in  den MKV, die Fassung eines neuen Schulkonzeptes, das ganz maßgeblich von Bbr. Karl Jurka, dem damaligen Kartellsenior erarbeitet wurde und der Beschluß über die Gründung einer überregionalen farbstudentischen Organisation, aus der sich inzwischen der Europäische Kartellverband (EKV) entwickelt hat.
  3. Repräsentationsveranstaltungen: Diese bildeten den Höhepunkt des Pennälertages vor allem in Gestalt einer Neuerung, nämlich eines Farbenballes im Stadtsaal.

Über den Verlauf des Pennälertages war in der Zeitschrift des MKV im Juni 1972 folgendes zu lesen:

„Eigentlich ist es ein vertrautes Bild:  Farben-träger an allen Ecken, Sitzungssäle und Tagungsmappe, ein Festzug mit 300 Chargierten, Kundgebung, Kommers und viele neue Freundschaften – ein Pennälertag des MKV, diesmal der 30., geprägt von den Jungen, und von den Gegnern seltsamerweise als altmodisch kritisiert.
Es ist ein vertrautes Bild  und  zieht dennoch – oder gerade deshalb – die Kartellbrüder immer wieder an; denn das Eigenartige daran ist, dass dieses Bild zwar vertraut, aber doch immer wieder neu ist.Nicht weil es andere Chargierte sind als im Vorjahr, nicht weil die Stadt  eine andere ist oder der Festredner, sondern weil die vertraute Sache sich immer wieder frisch präsentiert, weil wir – wie der Kommersredner in Tulln formulierte – die Blume nicht verrosten lassen.“

Und  die Zeitschrift „Couleur“ berichtete:

„...Jedenfalls haben die Tullner noch einiges zu bieten gehabt: Sportveranstaltungen, Kneipen und Heurigenabende, einen sehr attraktiven Farbenball und schließlich eine ausgezeichnet funktionierende Festkanzlei.
Einen genaueren Seitenblick verdient aber noch der Gottesdienst am Sonntag Nachmittag,  konzelebriert von Kardinal König und einigen MKV-Seelsorgern. Die Anwesenheit des Kardinals beim Tullner Pennälertag dokumentierte den endgültig guten Kontakt zwischen Verband und Kirche.Seine Wertschätzung des MKV brachte der Kardinal auch zum Schluss des Gottesdienstes zum Ausdruck: „... der MKV, der immer wieder für die christliche Weltanschauung eintritt, ist in einer Zeit um so mehr zu schätzen, in der die katholische Jugend nach einer kurzen Blütezeit auf die Ebene von Pfarrjugenden versinkt ...“
Unkonventionell wie vieles in Tulln verlief auch der Kommers. Moderne Studentenlieder und Spirituals am Kommers veranlassten viele Kartellbrüder – fast ausschließlich junge – zu Missfallensäußerungen. Mag sein, dass auf einem farbstudentischen Kommers Negro Spirituals nichts zu tun haben.
Aber wenn der Kommers ein bißchen zum Nachdenken über den Kommers an sich gebracht hat, dann hat er durchaus seine Aufgabe erfüllt.
Tulln `72 war kein außergewöhnliches MKV-Ereignis – solche gibt es nur selten, und sie lassen sich nicht programmieren – , aber ein gelungenes farbstudentisches Fest, das mehr als nur den Impuls für ein weiteres Jahr gegeben hat: Es hat die Blume frisch gehalten.“

Neuerliche Konsolidierung (1973-1983)

Erfreulicherweise besserte sich aber im Wintersemester 1973/74 die Lage der Aktivitas. Dabei kam der Hauptimpuls der personellen Konsolidierung vom Tullner Basketball-Club, in dem die BbrBbr. abs. iur. Peter Zehetgruber und Prof. Mag. Helmuth Wagner nicht müde wurden, Mitglieder für Comagena zu werben. Durch ihre Bemühungen konnte der Aktivenstand wieder aufgefrischt werden, ja es standen anfangs sogar acht Fuchsen im Fuchsenstall des Fuchsmajors Bbr. abs. iur. Peter Zehetgruber. Auch der Senior dieses Semesters entstammte dem personellen Potential des Tullner Basketball-Clubs: Bbr. Dipl.Ing. Horst Peham führte engagiert die Verbindung und machte sich um die Umgestaltung des obersten Raumes im Salzturm verdient. Anfangs hielt Dr. Ferdinand Schönbauer einen AC über seine Zeit im Jemen. Von großer Bedeutung für die Verbindung war ihr Beitritt zur Bürgerinitiative „Rettet den Karner“ am 24. Jänner 1974. Die Idee, dieses kunsthistorische Juwel der Stadt Tulln vor dem Verfall zu retten, wurde von Comagenen geboren, zur Durchführung gebracht und bis heute im Wesentlichen von Comagenen getragen. Seitens der Verbindung haben sich vor allem die BbrBbr. Dir. Mag. Karl Heinl, Hans Schuh und Prof. Mag. Rudolf Schmircher hohe Verdienste um diese Aktion erworben. Bbr. HR Dir. Mag. Karl Heinl berichtet im Rahmen dieser Festschrift gesondert über die Bürgerinitiative (Comagena-Initiative): „Rettet den Karner“.

Im Sommersemester 1974 wurden unter Senior Bbr. DI Horst Peham die Budenarbeiten vollendet, das Studenten-Café anlässlich der „Campa“ organisiert und die Maiwanderung durchgeführt. Im Mai 1974 wurden letztendlich fünf der ehemaligen radikalen Gruppe angehörige Burschen dimittiert und damit das Kapitel der ideologischen Krise auch verbindungsrechtlich abgeschlossen.

Weil die Verbindung aber immer noch in einer Phase der personellen Konsolidierung steckte und nur wenige Burschen und Fuchsen zur Verfügung standen, beschränkte sich das Wintersemester 1974/75 unter dem Senior Bbr. Franz Auhser auf die Durchführung der traditionellen Veranstaltungen des Wintersemesters, wobei anlässlich des Stiftungsfestes Bänder „Pro meritis“ an Bbr. Dipl.Ing. Horst Peham wegen seines besonderen Arbeitseinsatzes beim Budenausbau und an Bbr. abs. iur. Peter Zehetgruber wegen seines unermüdlichen Werbens für Comagena und seiner oftmaligen Chargentätigkeit verliehen wurden. Eine wichtige verbindungsgeschichtliche Weichenstellung dieses Semesters war die Gründung einer Kommission zur Reform der Geschäftsordnung (GO-Kommission) am 4. Oktober 1974: Ihr gehörten unter Führung von Bbr. abs. iur. Peter Zehetgruber die BbrBbr. Ing. Dietrich Heindl, Ing. Franz Praskac, Hans Schuh und Anton Matyas (III.) an.

Bbr. Franz Auhser war auch im Sommersemester 1975 Senior Comagenae. Zu berichten ist aus diesem Semester von einem AC, gehalten von Josef Deutsch über die Österreichische Industrieausstellung in Peking, von einem „Western Saloon“ und von der Annahme einer neuen Budenordnung, um deren Zustandekommen und Formulierung sich vor allem Bbr. Dkfm. Wolfgang Siller an der Spitze der Budenordnungskommission bemüht hat. Auch die nächsten Semester standen noch im Zeichen der inneren Konsolidierung und eines wenig spektakulären Verbindungslebens.

Im Wintersemester 1975/76 war Bbr. Walter Slama Senior. Außer den traditionellen Veranstaltungen des Stiftungsfestes und des Weihnachtskommerses wurde auf der Bude ein Krampuskränzchen durchgeführt, und im Rahmen von ACAC sprach Landeskonservator Dr. Werner Kitlitschka über „Denkmalschutz als Herausforderung“, und Bbr. Anton Matyas (III.) zeigte einen Film über die Provence und die Bretagne.

Auch im SS 1976 stand Bbr. Walter Slama der Verbindung als Senior vor. Hervorzuheben sind aus diesem Semester folgende Veranstaltungen: ein Tischtennisturnier Comagenae, ein Fondueabend für Feinschmecker, die Maiwanderung zum Feuerwehr-Heurigen nach Neuaigen und ein Fußballmatch gegen die inferiore Auswahl e.v. „Chremisa Krems“, die mit 15:4 Toren nach Haus geschickt wurde. Die Ferialis 1976 sah Comagena auf einem Couleurausflug nach Krems und Dürnstein; außerdem wurde von einigen beherzten und „geeichten“ Bundesbrüdern erstmals die Radwanderung zu Bbr. Dr. Arthur Widetschek nach Eggenburg gewagt.

Über das Wintersemester 1976/77, als Bbr. Herbert Wallak Senior Comagenae war, berichtet der Chronist, dass neben den traditionellen Veranstaltungen des Stiftungsfestes und des Weihnachtskommerses ein AC mit Bbr. DI Hans Pisecker im Kernkraftwerk Zwentendorf zum Thema „Der technische Betrieb des Kernkraftwerkes Zwentendorf“ und ein gelungener Salzturmball das Verbindungsleben bereicherten. Außerdem sind aus diesem Semester zwei innere Strukturverbesserungen zu nennen: einerseits bedeutete die Rezeption mehrerer Studenten aus der Handelsakademie Tulln eine personelle Bereicherung und zum anderen wurde am 26. November 1976 die neue Geschäftsordnung angenommen.

Das Sommersemester 1977 unter Senior Bbr. Herbert Wallak wurde mit einem AC eröffnet, in dessen Rahmen Prof. Mag. Richard Hübl den Film „Mein Kampf“ vorführte, worauf sich eine angeregte Diskussion über den Nationalsozialismus anschloss. Die Renaissance der Comagena-Skikurse führte unter Leitung von Bbr. Prof. Mag. Helmuth Wagner, der auch in den folgenden Jahren diese Skikurse leitete, nach Söll in Tirol. Nach dem 2. Tischtennisturnier führte die Maiwanderung nach Langenlebarn, und ein Maitanz der Fuchsia sorgte für gesellige Abwechslung. Den Semesterabschluss bildete die Teilnahme am Pennälertag in Pinkafeld und ein AC mit Prof. Mag. Richard Hübl zum Thema „Inflation“. In der Ferialis 1977 unternahmen einige Comagenen die 2. Radwanderung nach Eggenburg, und der Couleurausflug führte nach Dürnstein.

Das Wintersemester 1977/78, in dem Bbr. Gerhard Prachner Senior war, wurde mit einem Couleurausflug nach Melk eröffnet. Dann hielt Bbr. Ewald Dopplinger einen Lichtbilder-AC über die USA. Das Stiftungsfest wurde diesmal im Hotel „Rossmühle“ abgehalten. Vor dem Weihnachtskommers wurde noch eine Krambambulikneipe durchgeführt, und ein „Käse-AC“ wurde den kulinarischen Ansprüchen der Bundesbrüder und Gäste gerecht. Das Semester schloss mit einem AC mit Dr. Schmidbauer, der zum Thema „Christentum und Politik“ sprach.

Das Programm des Sommersemesters 1978, in dem ebenfalls Bbr. Gerhard Prachner Senior war, stand vor allem im Zeichen sportlicher Aktivitäten. Neben dem Comagena-Skikurs nach Tulfes in Tirol wurde das 3. Tischtennisturnier durchgeführt und Comagenas Fußballauswahl zeigte wieder ihre Qualitäten beim 11:2 über e.v. Tegetthoff Wien. Die Maiwanderung sah zahlreiche Comagenen auf den Metternichschen Gütern zu Neuaigen. Erfreulicherweise wurde in diesem Semester wieder eine Landesvaterkneipe geschlagen. Jenen Bundesbrüdern, die mit dabei waren, wird der Pennälertag in Innsbruck sicher unvergessen bleiben. Und damit letztlich in diesem sehr aktiven Semester auch die Weiterbildung nicht zu kurz käme, wurde im Rahmen eines AC von Prof. Mag. Richard Hübl die „Wirtschaftspolitik der westlichen Industriestaaten“ beleuchtet.

Im Wintersemester 1978/79 unter Senior Bbr. Josef Weisel konnte das personelle Tief der Aktivitas, das ja seit 1969 das Verbindungsleben kennzeichnete, endgültig überwunden werden: Denn die Aktivitas umfasste Ende 1978 21 aktive Burschen und 14 Fuchsen. Neben den traditionellen Veranstaltungen des Stiftungsfestes, das übrigens auf der Dopplerhütte bei Königstetten durchgeführt wurde, und des Weihnachtskommerses rundeten ein „Käse-AC“ und ein gelungenes Krampuskränzchen das Semesterprogramm ab. Lange schon stellte das Fehlen eines – auf Comagena zugeschnittenen – Comments ein Manko in unserer Verbindung dar: So wurde in diesem Semester eine Comment-Kommission unter Bbr. Dir. Alfred Paal ins Leben gerufen, die bis 1982 einen Comagena-Comment erarbeitet hat. Besonders die BbrBbr. Dir. Alfred Paal, Josef Weisel und Robert Pauser haben sich um die Gestaltung des Comments verdient gemacht.

Im Sommersemester 1979 trug die so wertvolle Erweiterung des Aktivenpotentials auf die Handelsakademie Tulln ihre ersten Früchte: Der ChC unter dem Senior Bbr. Josef Weisel bestand ausschließlich aus HAK-Absolventen. Interessante Veranstaltungen dieses Semesters waren der sehr unterhaltsame Lichtbilder-AC mit Bbr. Gerhard Prachner über seine USA-Reise, ein „Tag der offenen Tür“ mit einer Kunstausstellung der BbrBbr. Reinhart Buchegger, Lutz Linke und Hans Schuh sowie des Fbr. Gottfried Weisskircher, die Maiwanderung und ein Fuchsenfest. Sportliche Betätigung fanden die Bundesbrüder beim Comagena-Skikurs in Wolkenstein, beim 4. Tischtennisturnier und bei einem Fußballturnier in der Donauhalle, bei dem Comagenas Auswahl den ehrenvollen 3. Platz erringen konnte.

Im Wintersemester 1979/80 unter Senior Bbr. Prof. Mag. Richard Hübl wurde das Stiftungsfest zum ersten Mal im Großen Saal des Stadtsaales Tulln abgehalten. Anlässlich dieses Stiftungsfestes wurde das Band „Pro meritis“ an den hochverdienten Bbr. Hans Schuh verliehen, der uns neben seinen vielfältigen Aktivitäten um die Verbindung vor allem herrliche und ergötzliche Zeichnungen im Gästebuch geschenkt hat. Des weiteren fanden in diesem Semester eine Führung in die Zuckerfabrik mit anschließendem „Käse-AC“ statt, es wurde eine feuchtfröhliche Krambambulikneipe abgehalten, der Weihnachtskommers gefeiert, und es zählte auch ein überaus interessanter AC mit Bbr. Arthur Mettinger, der über seinen Chinaaufenthalt sprach, zu den Höhepunkten des Verbindungslebens. Außerdem wurde die Tradition des Besuches von sonntäglichen Couleurmessen (in der Minoritenkirche) wieder aufgenommen. Der Comagena-Skikurs führte in diesem Jahr nach Sölden in Tirol.

Das Sommersemester 1980 unter Senior Bbr. Prof. Mag. Richard Hübl stand im Zeichen vielfältiger Aktivitäten: Zunächst standen drei ACAC auf dem Programm, wobei zuerst Bbr. Bgm. Dir. Edwin Pircher „Tulln in den achtziger Jahren“ programmatisch umriss; dann zeigte Bbr. Dr. Arthur Widetschek Bilder von seiner Südamerikareise, und schließlich öffnete Univ.-Ass. Dr. Kaluza die Problematik von „Bildungsexpansion und Arbeitsmarkt“ einem aufmerksamen Comagena-Publikum. Dann verdient eine Osterkneipe mit Bandverleihungen Erwähnung, wobei an Kbr. e.v. Baltia Danzig zu Aachen im Deutschen CV, Günther Heinz (als Ehrenmitglied), sowie an Fbr. Fachlehrer Gottfried Weisskircher (als Bandphilister), die Bänder unserer Verbindung verliehen wurden. Nach der Maiwanderung, die nach Freundorf führte, nahmen zahlreiche Comagenen an der Figl-Gedenkfeier in Rust anlässlich des 25jährigen Jubiläums des Staatsvertrages teil. Den Höhepunkt dieses Semesters bildete aber zweifellos die Festveranstaltung anlässlich des 25jährigen Jubiläums des Staatsvertrages im Turm, bei der Neoburschen und Fuchsen in hervorragender Weise einen Querschnitt durch die historische Entwicklung Österreichs seit 1945 gaben. Letztendlich ist auch die Teilnahme am Pennälertag in Graz zu nennen. In der Ferialis 1980 wurden eine turbulente Exkneipe in Großriedenthal, ein Kerzlheuriger vor dem Turm und ein Couleurausflug durchgeführt; der Couleurausflug führte nach Retz mit Abschluss in Maissau (im Hause von Bbr. Dr. Anton Hogl).

Im Wintersemester 1980/81 war Bbr. Gerhard Pircher Senior. Auch in diesem Semester wurden drei ACAC abgehalten: Zuerst führte Dr. Hansjörg Ubl die Comagenen in das römische Grabungsfeld im Spitalbereich und sprach anschließend im Turm über die sehr interessanten „Römerfunde in Tulln“; dann hielten die BbrBbr. Prof. Mag. Ewald Dopplinger und Andreas Pircher einen Lichtbilder-AC über ihre Skandinavienreise, und schließlich sprach Bbr. Dir. Alfred Paal zum Thema „Wer zahlt die Filialsteuer - Bank oder Kunde?“. Ein gelungenes Stiftungsfest, eine Krambambulikneipe, der Weihnachtskommers und ein Silvesterball sind weitere Veranstaltungen dieses Semesters gewesen. Von richtungsweisender Bedeutung war zweifellos die Aufnahme sozialer Aktivitäten durch unsere Verbindung: Auf Betreiben des Philisterseniors Bbr. Dir. Mag. Karl Heinl und von Bbr. Franz Auhser wurde für die Pfarrgemeinde Pater Bergers in Chile Altkleidung gesammelt und trotz aller Schwierigkeiten auch dorthin gesandt. Um diese sozialen Aktivitäten zu einer beständigen Einrichtung zu machen, beschloss der BC im Jahre 1981 die Gründung eines entsprechenden Sozialfonds Comagenae. Der Comagena-Skikurs führte Anfang 1981 wieder nach Sölden im Ötztal.

Das Sommersemester 1981 unter Senior Bbr. Gerhard Pircher eröffnete mit drei inhaltlich sehr differenten ACAC: Zuerst sprach Hartmut Schider über „Alternative Architektur“, dann erläuterte General Wilhelm Kuntner die „Strategische Situation in Europa seit der KSZE in Helsinki und die Auswirkungen dieser Konferenz für Österreich“, und schließlich berichteten die BbrBbr. Robert Pauser und Hans Schuh über ihre venezianische Reise unter dem kuriosen Titel „Acqua alta - Sturmflut in Venedig“. Weitere Aktivitäten waren eine sehr kühle Maiwanderung in die Kronau, ein „Western Saloon“ der Fuchsia, das erste Tennisturnier Comagenae, die Teilnahme am Pennälertag in Linz und schließlich eine Führung durch das neue Bundesschulzentrum mit Bbr. Dir. Dr. Roderich Geyer. Die schon zur Tradition gewordene Exkneipe in Großriedenthal und ein Couleurausflug zur Kuenringer-Ausstellung in Zwettl bildeten die Höhepunkte während der Ferialis 1981.

Bbr. Andreas Pircher war Senior Comagenae im Wintersemester 1981/82. Über Wunsch des ChC wurde nach dem gelungenen Stiftungsfest statt des Weihnachtskommerses nur eine schlichte Weihnachtsfeier (ohne Damen und Gäste) abgehalten, um der Würde und Innigkeit dieses Festes besser gerecht werden zu können. Dabei wurde an Bbr. Josef Weisel wegen seiner Verdineste um den Comment Comagenae und wegen seiner unermüdlichen Kontakte zum MKV das Band „Pro meritis“ verliehen. Auch sind eine Krambambulikneipe und vier Bildungsveranstaltungen anzuführen: Zwei ACAC hielt Bbr. Prof. Dr. Richard Hübl zu den Themen „Marxismus – eine Standortbestimmung“ und „Die Wurzeln des Zionismus“. Dann sprach Kbr. Bez.-Hptm. HR Dr. Peter Partik über „Entwicklung, Aufbau und Aufgaben der Bezirksverwaltungsbehörden“ und schließlich hielt die Fuchsia einen interessanten AC über Egon Schiele, wobei auch Ergebnisse einer Umfrage der Fuchsia in Tulln über den großen Tullner Künstler dargeboten wurden.

Auch im Sommersemester 1982 übernahm Bbr. Andreas Pircher das Amt des Seniors. Zunächst wurde der „Schiele-AC“ wiederholt, und darauf berichtete Bbr. Mag. Gerhard Prachner in einem Lichtbildervortrag über seine Weltreise. In einem weiteren AC sprach Bbr. Obstlt. Peter Girschik über die Frage „Militär oder Zivildienst?“. Dann führte die traditionelle Maiwanderung in die Kronau, wo eine Branderungskneipe angeschlossen wurde. Aus dem Sozialfonds Comagenae wurden Mittel für die Polenhilfe bereitgestellt. Auch wurde der Pennälertag in Hall in Tirol von unserer Verbindung besucht, wobei wieder einmal „Pennälertag-Spezialist“ Bbr. Josef Weisel mit von der Partie war. Ein gelungenes Fuchsenfest, ein leider schwach frequentierter AC mit Univ.-Prof. Dr. Ludwig Prokop über „Probleme der modernen Sportmedizin“ und eine Führung in die gewaltige Baustelle des Donaukraftwerkes Greifenstein mit Bbr. Dipl.Ing. Manfred Neubauer beschlossen den Veranstaltungskalender dieses Semesters. Unter großer Beteiligung fuhr unsere Verbindung auch in der Ferialis 1982 nach Großriedenthal, um eine ausgelassene Exkneipe zu schlagen; auch das kulinarische „Griechenfest“ war sehr gut besucht.

Im Wintersemester 1982/83 war Bbr. Peter Eisenschenk Senior. Zu den Höhepunkten dieses Semesters gehörte das gelungene Stiftungsfest, bei dem die so vielfach bewährten und hoch verdienten Bundesbrüder Dir. Mag. Karl Heinl und Dir. Hermann Kramer mit dem Ehrenring Comagenae ausgezeichnet wurden. Dann sprach im Rahmen eines AC Bbr. DI Manfred Neubauer über die „Staustufe Greifenstein“, wobei besonders die Wirkungen der Donaukraftwerksbauten auf den Tullner Raum behandelt und diskutiert wurden. Nach der inzwischen schon traditionell gewordenen Krambambulikneipe und der zweiten schlichten Weihnachtsfeier, bei der ein Comagena-Chor die Bundesbrüder musikalisch erfreute, trafen einander viele Comagenen und Gäste im Turm, um gemeinsam den Jahreswechsel zu feiern. Dieses Semester schloss mit einer Kreuzkneipe, die gemeinsam mit e.v. Ferdinandea Prag zu Heidelberg im Tullnerfelder Hof geschlagen wurde.

Initiative „Rettet den Karner“

von HR Dir. Mag. Karl Heinl v/o Go
Obmann der Bürgerinitiative „Rettet  den Karner“

Der Tullner Karner ist ein herausragendes Zeugnis und international anerkanntes Beispiel spätromanischer Baukunst.Seine einzigartigen Besonderheiten – der elfeckige Grundriss, sein Portalvorbau im Norden, der Turmcharakter und vor allem die überreichen Schmuckformen – verleihen ihm eine Sonderstellung in der mitteleuropäischen Architektur. Das Vorbild dürfte der Kettendom in Jerusalem sein, er ist ebenfalls außen elfeckig und innen sechsteilig.

Wir verdanken dieses einmalige kunsthistorische Juwel jener normannisch-nordfranzösischen Bauhütte, die vom letzten Babenberger, Friedrich II. dem Streitbaren, nach dem Mongolensturm 1241 ins Land geholt worden war. Der Karner diente den Tullnern Jahrhunderte lang als Friedhofskapelle (bis 1785). Im Jahre 1873 leitete der damalige Stadtpfarrer Dr. Anton Kerschbaumer erstmals eine „stylgerechte Restauration“ ein.

Genau hundert Jahre später machte eine Gruppe von begeisterten Tullnern während der Gartenbaumesse 1973 mit einer Ausstellung auf den Verfall des kunsthistorisch bedeutsamsten Tullner Bauwerkes aufmerksam. Die Ideen dazu wurden im Salzturm geboren, für die Initialzündung waren mein Freund, Bundesbruder Mag.Rudolf  Schmircher, und ich verantwortlich. Im Proponentenkomitee unterstützten uns die Bundesbrüder Dr. Roderich Geyer, Ing. Josef Girschik, Dir. Alfred Paal, Dkfm. Wolfgang Siller und Hans Schuh, den behördlichen Sanktus erhielten wir am 21. November 1973. 

Die Gründungsversammlung erfolgte am 24. Jänner 1974 im Paulussaal, wobei weitere Bundesbrüder in den Vorstand gewählt wurden: Bürgermeister Edwin Pircher, RegRat Leopold Bergolth, Dipl.Ing. Manfred Neubauer sowie die beiden Kassaprüfer Dir. Rudolf Schmircher sen. und OSR Hans Sinabell. Weiters waren in diesem Vorstand Stadtpfarrer Johannes Sigmund und für das Heimatmuseum Dir. Otto Biack und Dir. Josef Köstlbauer vertreten.

Zu diesem Zeitpunkt bot der Tullner Karner einen trostlosen Anblick: Im Fundament statisch gefährdet, ein schwer beschädigtes Dach, klaffende Fugen, bis zur Unkenntlichkeit verwitterte Steinverzierungen und eine baufällige Stiege ließen einen Besuch nicht ratsam erscheinen. Als die baubehördliche Sperre des Zugangs drohte, lehnte es die Diözese St. Pölten als Eigentümerin ab, die Sanierung eines „Tourismusobjektes“ zu übernehmen. Die Bürgerinitiative löste den gordischen Knoten: Mehrere Postwurfsendungen an alle Haushalte mit der Bitte um Spenden für die Aktion „Rettet den Karner“ riefen eine breite Bürgerbeteiligung hervor.

Die Tullner Künstler Fritz Laderer und Hans Schuh, später auch Gerhard Cervenka, steuerten sehr begehrte Druckgraphiken bei. Unterstützt durch Stadtgemeinde und Pfarre konnten wir bereits im Sommer 1974 das Dach komplett sanieren und den Abbruch der damals zweihüftigen Stiege veranlassen. Ein Baukran wurde von der Tullner Zuckerfabrik bereit gestellt, mit beachtlichen Sachleistungen erwiesen sich viele Tullner Firmen als großzügige Förderer.

Die sensationelle Entdeckung eines Steinkistengrabes zu Füßen des besonders wichtigen Hauptportals am 15. November 1974 erzwang eine Änderung: Im Einvernehmen mit dem Bundesdenkmalamt (Dr. Werner Kitlitschka und Dr. Hannsjörg Ubl) wurde für die neue Stiege der ursprüngliche Viertelbogen gewählt, um die anziehende Schönheit des Trichterportals und die Ornamentik der unterhalb anschließenden Wandflächen sichtbar zu machen.

Werkstätten und Firmen behoben in jahrelanger Arbeit die statischen Mängel, ergänzten behutsam die Plastiken und nahmen die Steinfestigung vor. Besonders zu erwähnen ist dabei der vorbildliche Einsatz von Bundesbruder Hans Schuh, der 1977-1992 auch die Obmannstelle der Bürgerinitiative innehatte. Zusätzlich zu den Gründern sind im Vereinsvorstand mit Dir. Ernst Böhm, Mag. Peter Eisenschenk, Dr. Werner Hetsch, Dr. Richard Hübl, RegRat Robert Pauser, Ing. Walter Slama, Bgm. Wilhelm Stift und Vizebgm. Otto Ziegler weitere Comagenen vertreten; und als sehr umsichtiger Schirmherr setzt sich Stadtpfarrer Anton Aichinger besonders ein.

In den letzten Jahren wurde der Tullner Karner mehrmals hydrophobiert sowie oberflächengehärtet, eine wirkungsvolle Taubenabwehr installiert, der Zugang zur Krypta ermöglicht und für eine Beleuchtung im Kapellenraum gesorgt.

Nach Kant sollten wir uns drei Fragen stellen: „Was kann ich wissen? – Was darf ich hoffen? – Was soll ich tun?“. Die Geschichte des Tullner Karners, die von ihm ausgehende Botschaft und das Bemühen um seine Erhaltung können uns helfen, brauchbare Antworten zu finden.

Jahre vielfältiger Öffnung (1983-1998)

Das 100. Semester Comagenae, das Sommersemester 1983 unter Senior Bbr. Peter Eisenschenk, gehört dank seiner dicht aufeinander folgenden Veranstaltungen, vor allem ACAC, zu den aktivsten Semestern der Verbindung. Zu Beginn sprach Bbr. Bgm. Gen.-Dir. Edwin Pircher über aktuelle und weittragende gemeindepolitische Themen unter dem Titel „Tulln heute“. Hierauf siegte unsere Auswahl bei einem Fußballturnier in Tulln, es kam der musikalische AC „History of Jazz“ zur Durchführung und es wurden aus Mitteln des Sozialfonds Comagenae drei Kühe für Ghana finanziert und damit neuerlich die Solidarität unserer Verbindung mit der dritten Welt dokumentiert. In einem sehr aufschlussreichen AC informierte Bbr. Dir. Dr. Wolfgang Schmircher über den „Kurier“, bei dem er als Vorstandsdirektor fungierte. In seiner begeisterten und begeisternden Art legte dann Dr. Hansjörg Ubl die neuesten Ergebnisse archäologischer Forschung in Klosterneuburg offen. Nach einem fröhlichen Frühschoppen mit Vzbgm. Wilhelm Stift folgte ein besinnlicher AC zum Katholikentag mit Kbr. DI W. Feninger unter dem Thema „Glaubensgemeinschaft heute“. Mit der „Ölpolitik der OPEC“ beschäftigte sich ein sehr interessanter AC, bei dem zwei OPEC-Werbemanager einen Werbefilm zeigten, an den sich eine angeregte Diskussion anschloss. Auch wurde in diesem Semester wieder eine Landesvaterkneipe geschlagen. Über die aktuelle Problematik des Kohlekraftwerkes Dürnrohr sprachen sodann Vzbgm. Wilhelm Stift und Prim. Dr. Franz Stöger als vehemente Vertreter einer umweltgerechten Lösung; Bbr. DI Hans Pisecker vertrat in dieser angeregten Diskussion den Standpunkt der Kraftwerke und der Elektrizitätswirtschaft. Mit starker Bedeckung beteiligte sich Comagena am Pennälertag in Wien vom 20. bis 23. Mai 1983. Die traditionelle Maiwanderung mit Exkneipe in der Kronau und ein sehr aufschlussreicher AC mit Kbr. Min. a.D. Dr. Wolfgang Schmitz über „Budget, Währung und Wachstum“ Beschloßen das 100. Semester.

Im Wintersemester 1983/84 hatte Bbr. Gerhard Pircher das Amt des Seniors inne. Es eröffnete mit einem AC „Was blieb vom Katholikentag“ gehalten von DI Walter Feninger. Daraufhin folgte eine Kunstausstellung mehrerer BbrBbr. in der Tullner Volksbank. Das Jubelsemester fand seinen absoluten Höhepunkt im Festkommers zum 50. Stiftungsfest Comagenae, der am 12. November 1983 im Tullner Stadtsaal abgehalten wurde. Anlässlich dieses Stiftungsfestes, bei dem UN-Generalsekretär a.D. Bbr. Dr. Kurt Waldheim die Festrede hielt, wurden Prim. Dr. Alfred Plesser als Ehrenphilister, HR Dr. Peter Partik als Bandphilister und Dechant Johannes Sigmund als Ehrenmitglied aufgenommen und an Bbr. Dir. Dr. Roderich Geyer wurde der Ehrenring für seine außerordentlichen Verdienste um Comagena verliehen. Seinen weiteren Verlauf fand dieses Semester in den traditionellen Veranstaltungen der Krambambulikneipe und des Weihnachtskommerses, bei dem „Pro meritis“-Bänder an die BbrBbr. Dr. Richard Hübl, Dr. Franz Hiesinger, Dr. Wolfgang Schmircher und Ing. Edmund Seidl verliehen wurden.

Das Sommersemester 1984 unter Senior Bbr. Marcus Doppler wies eine Vielzahl von Veranstaltungen auf. Bbr. Dr. Roderich Geyer sprach über „1934“, Bbr. Dr. Arthur Widetschek referierte über die lebensrettende „Dialyse“, Kbr. DI Leopold Wiklicky über „Biosprit“, Bbr. Mag. Ewald Dopplinger über die „Malediven“ und die Fuchsia berichtete über ihre Erfahrungen bei der „Russlandreise 1984“. Weiters fanden Kneipen mit e.v. KÖAgrStV Bergland Wieselburg, e.v. KÖStV Markomannia St. Andrä und e.v. KÖStV Nibelungia Wien, eine Landesvaterkneipe und die Maiwanderung mit angeschlossener Branderkneipe statt.

Bbr. Peter Eisenschenk wurde zum Senior des Wintersemester 1984/85 gewählt. Dieses Semester war ebenfalls durch besonders zahlreiche Veranstaltungen gekennzeichnet. Ein Couleurausflug auf die Schallaburg, eine Führung durch das Kraftwerk Dürnrohr mit Bbr. Ing. Anton Heinl, ACs mit DI Werner Rachoy zum Thema „Waldsterben“ und Bbr. Dr. Richard Hübl über „Tulln wird des Landes Hauptstadt“, zwei Bierwochen, mehrere Kneipen, ein Konzert des Comagena-Chores im Festsaal der BH Tulln und ein eindrucksvolles Stiftungsfest bildeten das Programm dieses eindrucksvollen Semesters.

Besonders wichtig für die gesamte Verbindung war die in Angriff genommene Innenrenovierung der Bude, die auch im Sommersemester 1985, wieder mit Bbr. Peter Eisenschenk an der Spitze der Verbindung, erfolgreich fortgesetzt wurde. Im Rahmen des Schwerpunktes „Religio“ sprachen P. Oskar Berger, SVD, über „Chile“ und P. Ulrich Zankanella, OFM, über die „Theologie der Befreiung“. Bbr. Manfred Girschik berichtete im Rahmen eines ACs über seinen Einsatz bei den UNO-Truppen am Golan und die Fuchsia hielt einen AC zum Thema „Rechtsextremismus seit 1945“, einem Thema, das auch in den 80er Jahren durchaus aktuell war. Die Landesvaterkneipe, eine weitere, bereits zur Tradition gewordene Bierwoche, ein Fußballturnier in Pressbaum, bei dem Comagena den hervorragenden 3. Platz erreichte, ein Griechenfest und eine Diskussion zum Thema „Was ist die Comagena?“ stellten die weiteren Veranstaltungen dieses Semesters dar.

Mit dem Wintersemester 1985/86 kam es zu einem Wechsel an der Spitze der Verbindung: Bbr. Manfred Girschik wurde vom BC zum Senior gewählt. An Veranstaltungen gab es einen AC mit Div. Othmar Pabisch zum Thema „Die Effizienz der Luftraumverteidigung“ und einen AC der Fuchsia: „Oh alte Burschenherrlichkeit“, ein Thema, das die jüngsten Comagenen bravourös meisterten. Zum traditionellen Höhepunkt des Semesters wurde das Stiftungsfest, das, flankiert von Krambambulikneipe und Weihnachtskommers, den couleurstudentischen Höhepunkt des Semesters darstellte.

Auch im Sommersemester 1986 stand Bbr. Manfred Girschik an der Spitze der Aktivitas. Aus bis heute noch nicht restlos geklärten Umständen, an denen sicher auch das Chargenkabinett nicht ganz unschuldig sein dürfte, existieren aus diesem Semester keine Aufzeichnungen über die Verbindungstätigkeit.

Im Wintersemester 1986/87 kam auf Comagena eine große Aufgabe zu. Unter dem Senior Bbr. Christian Rachoy übernahm sie den Vorsitz des NÖMKV: Nach der Übernahme der Landesstandarte in St. Pölten führten Vertretungsfahrten in alle Teile Niederösterreichs und nach Wien. Höhepunkt des Semesters war das 53. Stiftungsfest, aber auch andere Semesterveranstaltungen beeindruckten die BbrBbr: Eine Bier- und Filmwoche, die Krambambulikneipe, der Weihnachtskommers, eine Aufführung des Theaterstückes „Die Physiker“ unter der Leitung von Bbr. Prof. Josef Tasler, die NÖMKV-Landeshallenfußballmeisterschaft, ein Diskussions-AC „Wir und der MKV“ und ein AC von Bbr. Dieter Hübl rundeten das Programm dieses arbeitsreichen Semesters ab.

Auch das Sommersemester 1987 stand unter der Leitung von Bbr. Christian Rachoy. Dieses Semester wurde eines der erfolgreichen Premieren. Der erste Höhepunkt war eine „Pink-Party“, die lange Zeit Vorbild für andere Feste war. Die erste Studienberatung für Tullner Schüler, der erste Stadtkreuzweg und das erste Turm-Tischtennisturnier sind weitere Beweise neuer Aktivitäten. Im Rahmen von ACAC wussten die BbrBbr. Mag. Ewald Dopplinger über „Hawaii“, Ing. Edmund Seidl über die „Geschichte und Kultur des Bieres“ und Vertreter der Strafvollzugsanstalt Göllersdorf über „Justiz und Psychiatrie“ zu berichten. Zwei Couleurausflüge führten zahlreiche BbrBbr auf die Germanenburg nach Wolkersdorf und in die Wein- und Obstbauschule nach Klosterneuburg. Auch unser Comagena-Chor blieb nicht untätig: Im Rahmen eines Abends in der BH Tulln führte er unter dem Titel „Mayflowers“ sein reiches Repertoire von Klassikern bis zur modernen Unterhaltungsmusik auf.

Im Wintersemester 1987/88 lag das Wohl der Verbindung in den Händen des Seniors Bbr. Gernot Schubert. Zum Auftakt fand im Tullner Stadtsaal der Landesstandartenübergabekommers statt, bei dem die Comagena das Amt der Landesvorsitzenden an e.v. Marko-Danubia Korneuburg übergab. Nach der Ausrichtung dieses 36. Landesverbandstreffens ließen die Aktivitäten innerhalb der Verbindung aber keineswegs nach. Auf eine Exkursion in die Brauerei Nussdorf folgte die inzwischen schon traditionelle Bier- und Filmwoche, eine Kreuzkneipe mit e.v. KÖStV Rudolfina Wien im CV in der Teichschenke in Sitzenberg-Reidling, eine Landesvaterkneipe und das 54. Stiftungsfest. Bei diesem Stiftungsfest wurde an Frau Carola Schubert zum Dank für ihre vielfältigen Verdienste um die Verbindung die Couleurbrosche Comagenae verliehen. Die Krambambulikneipe, der Weihnachtskommers, sowie ACs von Bbr. Dieter Hübl, der über seine „China-Reise“ berichtete, Bbr. Mag. Ewald Dopplinger, der über „Süd-West-Afrika“ sprach und Bbr. Dir. Dr. Roderich Geyer mit seinem Vortrag über „50 Jahre Anschluss“ bildeten die weiteren couleurstudentischen Veranstaltungen.

Bbr. Thomas Renner wurde zum Senior des Sommersemesters 1988 gewählt. Den Beginn des Semesters bildete ein AC mit Bbr. Bernhard Doppler über seine Reise nach Australien. Höhepunkt des Semesters war sicher die im Turm veranstaltete Ausstellung „Tulln 1938“, die von der Comagena organisiert wurde und rund 1500 Besucher auf die Bude brachte. Auch beim zweiten Tullner Stadtkreuzweg waren wir durch zahlreiche BbrBbr und eine gestaltete Station vertreten. Ein gemeinsam mit e.v. KÖStV Markomannia St. Andrä veranstaltetes Ritteressen in Senftenberg fand leider nur geringen Zuspruch. Eine Altherrenkneipe, ein Gitarrenabend mit Bruno Skorepa und Bbr. Ernest Gnan, eine Beat-Party, die Maiwanderung in die Kronau (mit Pony!) und die Dschungel-Party bereicherten ebenfalls dieses Semester.

Senior war im Wintersemester 1988/89 Bbr. Joachim Strohdorfer. Beim Landesverbandstreffen in Korneuburg konnte sich der Comagena-Chor bei der Festmesse großen Zuspruchs erfreuen. Die BbrBbr Dieter Hübl und Ing. Gerald Kaufmann organisierten einen Zehnkampf, und Kbr. Dr. Ignaz Reischl sprach über „TKBA – Aufgaben und Probleme“. Die Ottakringer-Brauerei war Ziel eines Ausfluges, an dem zahlreiche Bundesbrüder teilnahmen. Im Rahmen des 55. Stiftungsfestes wurde Vzbgm. Wilhelm Stift Ehren-mitglied der Comagena, Bbr. Ing. Walter Slama und Bbr. Dir. Hans Sykora erhielten „Pro meritis“-Bänder und Bürgermeister Bbr. GenDir. Edwin Pircher wurde für seine Verdienste zum Dr.cer. promoviert. Der Dezember war von der Krambambulikneipe, dem Weihnachtskommers in Königstetten, der Couleurmette und einer Sylvesterparty geprägt. Ein weiterer wichtiger Schritt wurde in diesem Semester gesetzt. Um die in vielen Jahren durch Dauerbeschlüsse und Ausnahmen „verstümmelte“ GO wieder anwendungsfreundlich, verständlich und somit brauchbar zu machen, wurde eine GO-Kommission eingesetzt, zu deren Vorsitzenden Bbr. Dr. Gerhard Pircher gewählt wurde.

Im Sommersemester 1989 schaffte es Bbr. Dr. Dieter Hübl, als Senior einen ChC zusammenzustellen, der völlig aus BbrBbr bestand, die zumindest schon einmal das Amt des Seniors innehatten. Die Zukunft der Verbindung sah trotzdem nicht sehr rosig aus, da der Fuchsenstall auf einen einzigen Bbr. zusammengeschrumpft war. Höhepunkt des Semesters war sicher die Weihe und Übergabe der Verbindungsfahne, die uns von Bbr. Vzbgm. Wilhelm Stift gespendet wurde und die im Rahmen einer Festmesse und eines Übergabekommerses gefeiert wurde. Die GO-Kommission war in diesem Semester mit sechs offiziellen Sitzungen sehr aktiv. Auch ACs waren in diesem Semester ein Schwerpunkt. Die BbrBbr Roland Nagl und Christian Rachoy sprachen über „Neuseeland - das schönste Ende der Welt“, Kbr. Präs. Adolf Stricker stellte uns die „Oberstufenreform der AHS“ vor, Christoph Helfer sprach über „Die SS - der Orden unter dem Totenkopf“ und Dr. Peter Muzik, Chefredakteur des Wirtschaftsmagazins „Trend“ über „Die Medienlandschaft Österreichs“. Ein großes Tischtennisturnier, die Besichtigung des neuen Tullner Krankenhauses mit Kbr. Dir. Wolfgang Schubert, ein Fuchsenfest mit nur einem Fuchsen und die erste Radrätselrally, organisiert von Bbr. Dieter Hübl und Bbr. Peter Eisenschenk, die viele BbrBbr und Freunde der Verbindung auf die Bude brachten, komplettierten das Semester.

Im Wintersemester 1989/90, wurde Bbr. Wolfgang Herold zum Senior gewählt: Ein erster großer Erfolg war die Rezeption von vier Fuchsen auf der Antrittskneipe, sodass ein Aufwärtstrend für die Verbindung erhofft werden konnte. An einem Bildungsabend über „Afrika“ nahmen viele BbrBbr teil. Beim Stiftungsfest wurde Bbr. Dr. Gerhard Pircher das „Pro meritis“-Band verliehen. Die Bier- und Filmwoche, ein AC mit Bbr. Peter Eisenschenk über „Amerika“, die Krambambulikneipe und der Weihnachtskommers in Königstetten sowie ein Fondueabend der Fuchsia bildeten die übrigen Veranstaltungen dieses Semesters.

Im Sommersemester 1990 unter dem Senior Bbr. Christian Rachoy veranstaltete Bbr. Dr. Dieter Hübl ein Reanimationsseminar, weiters gab es den Stadtkreuzweg, ein großes Turmfest, einen Zehnkampf, einen Fuchsen-AC über „Drogen“ und eine wieder sehr erfolgreiche Radrätselrally. Die couleurstudentische Veranstaltung des Semesters war der sehr schwach besuchte Landesvaterkommers.

Bbr. Wolfgang Herold übernahm die Funktion des Seniors für das Wintersemester 1990/91. Auf das Fest „20 Jahre Turm“ und der Film- und Bierwoche folgte einer der Höhepunkte des Semesters: 45 BbrBbr, Damen und Gäste nahmen an der ersten Couleurreise Comagenae nach Prag teil, wo sie drei Tage lang Zeit hatten, Land, Leute sowie die Farbenbrüder e.v. „Unitas Prag“ kennen zu lernen. Beim Stiftungsfest, das von kleinen Veranstaltungen begleitet war, konnten wir Bundespräsident Bbr. Dr. Kurt Waldheim als Redner begrüßen. Fbr. Botschafter Dr. Martin Vukovich sprach im Rahmen eines ACs über „Die Umwälzungen in Osteuropa und die Rolle des KSZE-Prozesses“. Die Krambambulikneipe, der Weihnachtskommers und eine Kreuzkneipe mit e.v. Markomannia St. Andrä ließen das Semester ausklingen.

Das Sommersemester 1991 unter Senior Bbr. Markus Roth begann mit einem AC über „Die unkonventionellen Waffen des Saddam Hussein – der erste ABC-Weltkrieg der Geschichte“ mit Kbr. Erwin Richter und „Mädchen im MKV“, organisiert von Bbr. Mag. Karl Hofmann. Weiters referierte die Fuchsia über „Waffen, die den Krieg entschieden“. Der Konflikt Irak-UNO wurde somit in diesem Semester stark behandelt. Außerdem sprach Bbr. Peter Eisenschenk über „Wirtschaftsjournalismus“. Der Stadtkreuzweg, eine Exkneipe in der Brauerei Nussdorf mit über 60 Personen, die erste Spielwoche im Salzturm, die inzwischen traditionelle Radrätselrally und nach langer Zeit wieder eine Fuchsenkneipe waren weitere Veranstaltungspunkte dieses Semesters, die durch eine zweitägige Kulturfahrt, die, organisiert von Bbr. Mag. Karl Hofmann und geleitet von Bbr. Dr. Richard Hübl, durch Nieder- und Oberösterreich führte, ergänzt wurde.

Eine Kreuzkneipe mit e.v. Markomannia St. Andrä, die Bier- und Filmwoche und das 58. Stiftungsfest, geschlagen vom Senior Bbr. Klaus Hanten, zu dem wir auch wieder Bbr. Dr. Kurt Waldheim begrüßen konnten, waren Fixpunkte des Wintersemester 1991/92. Ergänzt wurden sie vom Weihnachtskommers und der erstmals im Jänner veranstalteten Krambambulikneipe.

Bbr. Günter Grossberger war im Sommersemester 1992 Senior Comagenae. Auftakt war eine „Party in blue“, gefolgt von der zweiten Spielwoche und einer Maiwanderung in Form einer Stadtführung mit Bbr. Hans Schuh. P. Oskar Berger, SVD, sprach über „500 Jahre Mission und Kolonisation in Südamerika“. Eine Landesvaterkneipe und die Radrätselrally fanden ebenfalls in diesem Semester statt, das mit einem Tagesausflug auf die Schallaburg zur Ausstellung „Gaudeamus igitur - studentisches Leben einst und jetzt“ und anschließender Sternkneipe von sechs Verbindungen schloss.

Im Wintersemester 1992/93 unter Senior Bbr. Thomas Renner fand in Rust eine vom CV veranstaltete Kundgebung mit einem darauf folgenden Leopold-Figl-Kommers im Tullner Stadtsaal statt. Bald darauf sprach Leo Leeb, SVD, über „Taiwan - meine zweite Heimat“ und Univ. Doz. Dr. Roland Girtler über „Ganoven, Dirnen, feine Leute“. Stark besuchte traditionelle Veranstaltungen (Stiftungsfest, Krambambulikneipe und Weihnachtskommers) des Wintersemesters sowie „Das Fest“ beendeten das Semester.

Die erste Veranstaltung des Sommersemester 1993 unter Senior Bbr. Karl Hameder war die Bieroper „Kultur für Bayern“, aufgeführt von der „Schneider-Weiße-Partei“, ein aus CV-ern bestehendes Bieropernensemble. In diesem Semester sprach anlässlich einer Vortragsserie „Österreich und die EU“ Bbr. Dr. Kurt Waldheim über „Österreich und die EG“; Bbr. Mag. Andreas Pircher und Dr. Eva Hahn sprachen über „Der EU-Beitritt aus der Sicht der Handelskammer“. Höhepunkt des Semesters war mit Sicherheit die Couleurreise, die von den BbrBbr. Karl Hameder und Hannes Sykora nach St. Petersburg organisiert wurde und 12 Bundesbrüdern die Schönheiten Russlands näher brachte. Eine Vernissage von Bbr. Hans Schuh, die Radrätselrally von Bbr. Peter Eisenschenk und die Landesvaterkneipe schlossen dieses Semester.

Im Wintersemester 1993/94 wurde unter Senior Bbr. Günter Grossberger die Vortragsreihe zum Thema „Österreichs Beitritt zur EU“ im Rahmen von ACAC fortgesetzt, die Dr. Kurt Wolte, Dr. Freda Meißner-Blau und Dr. Rottacher hielten. Zu Diskussionen führte der AC mit Diözesanbischof Dr. Kurt Krenn zum Thema: „Priester, ein Traumberuf?“. Weiters sind eine Couleurreise zu e.v. „Unitas Kurpfalz“ nach Heidelberg, das hervorragend besuchte 60. Stiftungsfest, eine Bieroper im Pfarrsaal Königstetten mit der „Schneider-Weiße-Partei“ (Kabarettgruppe), eine Bier- und Filmwoche, Krambambulikneipe und Weihnachtskommers zu erwähnen.

Im Sommersemester 1994 war ebenfalls Bbr. Günter Grossberger Senior Comagenae. Es eröffnete mit einer Überraschungs-Kneipe für den scheidenden Philistersenior Mag. Karl Hofmann. Darauf folgten ein Pizzaabend, ein erster Versuch, die Kochkünste der Comagenen im Rahmen von „Comagena Cooks“ zu offenbaren, ein Tag der offenen Tür (gemeinsam mit „Tullina“), die Landesvaterkneipe, ein Spiele-Abend und nicht zuletzt eine erste sehr gut besuchte Altherren-Geburtstagsfeier im Minoritenkeller, die Bbr. Mag. Peter Eisenschenk initiierte. Desweiteren sind der Gegenbesuch e.v. „Unitas Kurpfalz Heidelberg“ in Tulln, die Teilnahme am Pennälertag in Wien und an der Fronleichnamsprozession in Tulln zu erwähnen.

Das Wintersemester 1994/95 sah wieder Bbr. Günter Grossberger an der Spitze der Aktivitas. Zunächst hielt Bbr. Stadtpfarrer Johannes Sigmund einen AC unter dem Titel: „Mein Dienst als Pfarrer in Tulln“, dann wurde die schon traditionell gewordene Rätsel-Rally ins Tullner Feld durchgeführt und Herr Wolfgang Trpal imitierte den „Herr Karl“ (Helmut Qualtinger) im Turm. Aus Anlass der Gemeinderatswahlen hielten die BbrBbr Bgm. Willi Stift und Altbgm. Edwin Pircher einen AC, dann wurde das Stiftungsfest erfolgreich durchgeführt, und Dr. Neugebauer vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes sprach über: „Kommt die neue rechte Welle?“. Die traditionellen Veranstaltungen des Wintersemesters (Krambambulikneipe, Weihnachtskommers) beschlossen dieses aktive Semester, in dem Comagena im Rahmen einer Trauerkneipe von Bbr. Erich Macho senior Abschied nehmen musste.

Auch im Sommersemester 1995 führte Bbr. Günter Grossberger als Senior die Verbindung. Zunächst wurde auf einem außerordentlichen KC eine Vereinbarung mit e.v. „Tullina“ (über die Mitbenutzung des Turmes) getroffen. Nach der Teilnahme am Stadtkreuzweg sprach im Rahmen eines AC Bbr. Obst Peter Girschik über die Kriegsereignisse im Tullner Feld im Jahre 1945. In einem sehr gut besuchten „Comagena-Workshop“ in Altlengbach wurde über die Zukunft der Verbindung, über neue Ideen und Wege diskutiert. Die Idee eines „Talk im Turm“ (zum Thema Jugend und Religion) wurde noch in diesem Semester erstmals in die Tat umgesetzt. Eine weitere Altherren-Geburtstagsfeier im Minoritenkeller, eine zweite Couleurreise nach Heidelberg, die Teilnahme am Pennälertag in Bruck an der Mur (2. Platz beim Fußballturnier; gemeinsam mit e.v. Herulia Stockerau und e.v. Tullina!), eine Kreuzkneipe mit e.v. Herulia Stockerau und der Sieg bei einem Fußballturnier (gemeinsam mit den Herulern) in St. Pölten schlossen dieses Semester.

Im Wintersemester 1995/96 unter Senior Bbr. Markus Roth wurde zuerst „25 Jahre Comagena im Salzturm“ gefeiert, in einem weiteren „Talk im Turm“ das Thema: „Wie weit rechts darf ein MKVer stehen?“ diskutiert und die Fuchsia präsentierte im Rahmen eines ACs die Ergebnisse ihrer Umfrage über das Imageprofil der Comagena an Tullner Höheren Schulen, die sogar im MKV-Magazin „Couleur“ Beachtung fanden. In diese Zeit fällt auch die Auseinandersetzung des Philisterseniors Mag. Peter Eisenschenk mit Mag. Heinrich Kolussi von e.v. Borussia Wien über die Ideologie des MKV in Purkersdorf. Ein dritter „Talk im Turm“ diskutierte (nach Vortrag von Bbr. Ernst Böhm) die Ausländerfrage im Tullner Bezirk. Neben den traditionellen Veranstaltungen des Wintersemesters sowie einer „Bier- und Filmwoche“, die sehr guten Zuspruch fanden, ist vor allem die Reise in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau (8.-10. Dezember) hervorzuheben, die Bbr. Peter Oppeker organisierte und an der zahlreiche Comagenen, Tullinen und Mittelschüler teilnahmen.

Das Sommersemester 1996, wieder unter Senior Bbr. Markus Roth, zeigte in seinen Veranstaltungen, der Teilnahme am Stadtkreuzweg, der Altherren-Geburtstagsfeier im Minoritenkeller, der Maiwanderung nach Staasdorf zu Bbr. Ing. Bernhard Doppler mit Fuchsen-Exkneipe, der Radrätselrally, der Kreuzkneipe mit e.v. Tuistonia Mödling und einer sehr schlecht besuchten Landesvaterkneipe, ein zunehmendes Desinteresse der Aktivitas, wenn auch in der Ferialis gemeinsam mit e.v. Herulia Stockerau und e.v. Marko-Danubia Korneuburg die Ferialverbindung „Donaustrom zu Greifenstein“ gegründet werden konnte.

So stellte sich beim Antritts-BC des Wintersemesters 1996/97 heraus, dass die Aktivitas nur zum Teil ein Chargenkabinett stellen konnte und dass wesentliche Funktionen, vor allem jene des Seniors, vom Altherren-Chargenkabinett unter Philistersenior Bbr. Mag. Peter Eisenschenk erfüllt werden mussten. Aber dennoch konnten neben den traditionellen Veranstaltungen des Wintersemesters (Stiftungsfest, Krambambulikneipe, Weihnachtskommers) auch ein AC mit Bbr. Altbundespräsident Dr. Kurt Waldheim und eine Bieroper mit der „Schneider-Weiße-Partei“ durchgeführt, die Teilnahme am Pennälertag in Klagenfurt organisiert, das Budenleben wieder belebt und schließlich auch die Weichen für die Ausrichtung des Pennälertages 1998 in Tulln gestellt werden.

Wenn sich auch die personelle Lage des Aktiven-Chargenkabinettes im Sommersemester 1997 verbessert zeigte, so musste der AHCHC weiter unterstützend eingreifen, nicht zuletzt durch die Bestellung des AH Bbr. Kurt Appel zum Senior. So zeigte sich schließlich dieses Semester als sehr aktiv: mit einem AC mit Pater Oskar Berger über seine karitative Tätigkeit in Chile, einer „Putzparty“ im Turm, der schon zur Tradition gewordenen Geburtstagsfeier der „runden Geburtstage ab 50“ im Minoritenkeller, und einem Budenabend mit dem neuen Direktor des Gymnasiums, Kbr. Dir. Franz Fetti. Eine neuerlichen Maiwanderung und ein AC mit Bbr. Dr. Ernest Gnan über die Einführung des EURO konnten ebenso wie die Teilnahme am Pennälertag in Feldkirch, auf dem die „Frauenfrage“ wieder vertagt wurde, wie ein AC mit Dr. Grüll über „Gentechnologie“, ein Fondue-Abend und die traditionelle Landesvaterkneipe nicht unbedeutende Impulse geben. Leider musste sich Comagena in diesem Semester in Gestalt von Trauerkneipen von den BbrBbr. RegRat Leopold Bergolth und Lutz Linke verabschieden.

Im Wintersemester 1997/98 konnte wieder ein eigenständiges Chargenkabinett der Aktivitas unter Senior Bbr. Gerald Böhm gewählt werden. Das Semester eröffnete mit einem „italienischen“ Budenabend, den Bbr. Mario Löffler gab, mit einem Internet-Info-Nachmittag, einer Couleur-Reise nach Villach zu Bbr. Christian Rachoy und einem AC, in dem Divisionär Othmar Pabisch über die Vor- und Nachteile der NATO sprach. Neben den traditionellen Veranstaltungen des Wintersemesters sind eine Turmparty, ein Altherren-Abend mit den Fuchsen, eine Film- und Bierwoche, ein Informations- und Diskussionsabend über den künftigen Pennälertag, ein „Wein- und Käseabend“ mit Bbr. Dr. Bernd Brunner sowie ein „Cocktailabend“ (als Keilveranstaltung) ebenfalls einer Erwähnung wert.

C.Ö.S.V. „Tullina“ Tulln

von Mag. Claudia Strohdorfer v/o Hexe

Die „Christlich Österreichische Studentenverbindung Tullina zu Tulln“ wurde am 15. Juni 1993 als gemischt-geschlechtliche Verbindung gegründet. Die Gründungsmitglieder waren Mag. Karl Hameder, Doris Hameder (1. Seniora), Hannes Laber, Nadine Pigard (1. Kassierin), Anna-Elvira Schönbauer (1. Conseniora), Mag. Hannes Sykora und Claudia Wagner (1. Schriftführerin).

Der bewußt gewählte Verbindungsname „Tullina“ geht auf die Erstnennung Tullns (zuvor römisch als „Comagena“ bezeichnet) als „...fisci, qui vocatur Tullina“ („...Königs-gut, das Tulln genannt wird“) im Jahre 859 zurück. Die Verbindungsfarben wurden wenig später der „KÖStV Comagena Tulln“ angeglichen, an die von Beginn an eine personelle Bindung (Mitgliedschaft von Comagenen bei der „Tullina“) und die Budengemeinschaft im Salz- bzw. Römerturm bestand und immer noch besteht. Die Tullinen-Stophe wurde von Anna-Elvira Schönbauer, Hans Schuh und Claudia Wagner gedichtet.

Die Gründung der „Tullina“ geht nicht nur auf die Begeisterung einiger Studentinnen für die Prinzipien und das couleurstudentische Leben, sondern auch auf emanzipatorische Bestrebungen zurück, denen insbesondere der MKV diametral gegenüber stand und noch steht, obwohl farbentragende Mädchen und Frauen heute zum alltäglichen Bild von Kommersen, Kneipen und anderen couleurstudentischen Veranstaltungen geworden sind.

In Tulln gelang die Emanzipation der farbentragenden Mädchen sehr rasch, nicht zuletzt, weil „Tullina“ von Anfang an eine gemischte Verbindung war und schon sehr bald an den Veranstaltungen der „Comagena“ teilnahm, erstmals am 60. Stiftungsfest im Jahre 1993. Wichtig für die positive Entwicklung der „Tullina“ war das noch 1993 mit der „Comagena“ abgeschlossene Grundsatzabkommen, das den gegenseitigen „Du-Komment“, die gemeinsamen Farben, gemeinsame Veranstaltungen und Fuchsenkonvente vorsah, und der Tullina“ die Mitbenützung der „Bude Comagenae“ in Turm zusicherte.So konnte sich „Tullina“ nicht nur zu einer zahlenmäßig recht ansehnlichen Verbindung mit 39 Mitgliedern (Stand 2003) entwickeln, sondern auch zu einer von „Comagena“ als vollwertig und gleichberechtigt angesehen „Schwesterverbindung“, die anläßlich des Pennälertages 1998 auch erstmals beim Festkommers in Gestalt von Claudia Wagner chargierte.

Die Zusammenarbeit der beiden Verbindungen macht sich auch immer wieder im praktischen Bereich (gegenseitige Hilfe bei Veranstaltungen, insbesondere im „Studentencafe“ während der Gartenbaumesse) positiv bemerkbar. „Tullina“ ist aber gleichzeitig eine selbst-bewußte Verbindung geworden, die seit dem Jahr 2000 über eigene blaue Fläuse und Barette verfügt, die zur optischen Präsenz der Verbindung wesentlich beitragen.

Höhepunkte zur Zeit des Milleniums (1998-2003)

Das Sommersemester 1998 unter Senior Bbr. Gerald Böhm hatte zunächst ein „Turm-Gschnas“ (als weitere Keilveranstaltung mit eigenem „Comic-Folder“), dann zweimal eine „Museums- und Orgelführung“ mit Bbr. Hans Schuh, einen „Russischen Abend“ und einen Couleur-Ausflug nach Kirchberg am Wagram mit Ex-Kneipe (Kultur und Schnapsbrennerei) auf dem Programm. Eine Budenmesse mit Kaplan Celestine, die Altherren-Geburtstagsfeier, eine Kreuzkneipe mit e.v. Markomannia St. Andrä, die Maiwanderung, ein AC der BbrBbr. Bernhard und Thomas Doppler sowie Markus Rössler über ihre Südamerikareise (Besteigung des Aconcagua), eine Landesvaterkneipe, eine „Abrüsterkneipe“ und nicht zuletzt der Pennälertag in Tulln vom 29.-31.Mai 1998, über den speziell berichtet wird, rundeten dieses sehr aktive Semester ab.

Bbr. Reinhard Ossberger übernahm auch im Wintersemester 1998/99 das Amt des Seniors Comagenae. Das Semester eröffnete mit einer Kreuzkneipe mit e.v. Tullina und mit einem Fuchsen-AC zum Thema „Bierspiele“. Nach einem misslungenen „Turmfest“ ging ein weiterer Couleur-Ausflug nach Heidelberg, dann bereicherten ein Gesanges-AC (mit den BbrBbr. Mag. Hofmann und Dr. Gnan), ein Informations-AC über die Stadtgemeinde Tulln (mit den BbrBbr. Stadtamtsdirektor Kramer und Bauamtsleiter Slama) und schließlich auch ein „Moskau-AC“ das Verbindungsleben. Das Stiftungsfest wurde durch die Festrede des EKV-Vorsitzenden Jan Claas Gillis bereichert; die BbrBbr. Dr. Richard Hübl und Dr. Gerhard Pircher wurden mit dem Ehrenring Comagenae ausgezeichnet. Weiters sind die Krambambulikneipe, der Weihnachtskommers (mit Gratulation zum „80er“ an Altbundespräsident Dr. Kurt Waldheim), eine Silvesterkneipe, eine Fuchsen-Kreuzkneipe mit e.v. „Markomannia St. Andrä“, ein Cocktailabend und letztlich ein AC über „Die Medien als 4. Macht im Staat“ mit Univ.Ass. Dr. Hausjell erwähnenswert.

Auch im Sommersemester 1999 führte Bbr. Reinhard Ossberger als Senior die Verbindung. Es stand v.a. im Zeichen geselliger und religiöser Veranstaltungen. Hervorzuheben sind die „Dr. cer. Promotion“ für Bbr. Mag. Karl Hofmann, eine Kreuzkneipe mit e.v. Tullina Tulln, ein AC mit Hr. Buric über Zivilschutz, ein Internet-AC mit Bbr. Markus Rössler und Kbr. Dr. Egon Fischer, eine Couleur-Taufe (von Bbr. Mario Löffler in der Pfarrkirche St. Andrä) und eine „Turmputz-Party“. Sodann die traditionelle Altherren-Geburtstagsfeier, eine Landesvaterkneipe, ein Liederabend mit Bbr. Mag. Karl Hofmann, die Teilnahme am Pennälertag in Innsbruck mit 18 Comagenen und 8 Tullinen, eine Freiluftkneipe bei Bbr. Bernhard Doppler, die Teilnahme an einer „Donautal-Kreuzkneipe“ in Kahlenbergerdorf gemeinsam mit e.v. Markomannia St. Andrä, e.v. Arminia Klosterneuburg, und e.v. Nibelungia Wien.

Das Wintersemester 1999/2000 wurde unter Senior Bbr. Andreas Eisner mit einer Teilnahme am Landesverbandsconvent in Hollabrunn eröffnet, wo Bbr. Reinhard Ossberger zum Landessenior und Bbr. Peter Oppeker zum Regionalvorsitzenden „Donautal-Weinland“ gewählt wurden. Ein Besuch im Parlament mit anschliessender „Österreich-Kneipe“, eine Trauerkneipe für Bbr. Dir.i.R. OSR Anton Müllner, das Stiftungsfest, das gleichzeitig als Fest anlässlich „50 Jahre Wiedergründung“ gefeiert wurde, Krambambulikneipe, Weihnachtskommers und ein Skiausflug in die Ramsau komplettierten dieses Semester.

Das Sommersemester 2000 unter Senior Bbr. Reinhard Ossberger musste leider mit Trauerkneipen für die BbrBbr. Herbert Kurzmann und Dipl.Ing. Johannes Figl eröffnet werden. Dann wurden der Besuch von Couleur-Messen und die Idee „Comagena Cooks“ (BbrBbr. Ing. Slama und Renner) wieder aktiviert, ein Freundschaftskommers mit e.v. Herulia Stockerau (Freundschaftsvertrag, Bändertausch) in Hausleiten geschlagen, Kartellschwester Eva Scheibleitner hielt einen AC über Entwicklungshilfe in Guatemala, Bbr. HR Dr. Roderich führte durch die Tullner Stadtpfarrkirche, eine „Paiper-Kneipe“ wurde veranstaltet und Bbr. Dr. Mag. Kurt Appel hielt einen „Philosophie-AC“; ein AC führte zur FF Tulln und Bbr. Edmund Seidl hielt einen „Bier-AC“. Die Altherren-Geburtstagsfeier und eine Landesvaterkneipe standen ebenso auf dem Programm dieses Semesters, in dem die Idee, EKV-Tage in Tulln auszurichten, immer konkreter wurde.

Im Wintersemester 2000/2001 unter Senior Bbr. Helmuth Neubauer besuchte Comagena das Zentralfest des Schweizerischen Studentenvereines in Wil und chargierte am Stiftungsfest e.v. Herulia Stockerau. Nach einer Altherren-Kneipe sprach Hr. Skidelski in einem AC über seine karitative Tätigkeit in Rumänien, zum Nationalfeiertag wurde eine „Österreich-Kneipe“ geschlagen und dann sprach Kbr. HR Mag. Josef Schantl in einem AC über „altösterreichisch-jüdische Korporationen“. Vor dem Stiftungsfest musste Comagena von Bbr. MedRat Dr. Anton Hogl Abschied nehmen Eine Couleur-Veranstaltung in Langenlebarn, die Krambambulikneipe und der Weihnachtskommers, ein Couleurausflug nach Innsbruck, eine Fuchsen- und eine „Dreikönigskneipe“ (mit e.v. Mädchenverbindung Laetitia Korneuburg) beschlossen das Semester.

Leider musste auch das Sommersemester 2001 unter Senior Bernhard Peham mit einer Trauerkneipe – für Bbr. Willi Eisner – eröffnet werden. Dann aber konnte sich mit einer „Turmparty“, einer „Turmputzparty“, mit einem gelungenen „Comagena Cooks“-Versuch (Bbr. Friedrich Haselsteiner), einer Maiwanderung durch die Hagen-bachklamm, der Altherren-Geburtstagsfeier, dem Stechen eines „Landesvaters“ und mit der Teilnahme am Pennälertag in Eisenstadt das Verbindungsleben voll entfalten.

Das Wintersemester 2001/2002 unter Bbr. Sebastian Köstlbauer als Senior sah zunächst einen AC mit Bbr. Vizebgm. Otto Ziegler über die Tullner Stadterweiterung, Film- und Biertage, und die Teilnahme an der „Österreich-Kneipe“ bei e.v. Markomannia St. Andrä. Dann aber stand das Verbindungsleben völlig im Zeichen der „Europäischen Studententage des Europäischen Kartellverbandes“ (EKV), die Comagena vom 8. bis 11. November 2001 in Tulln ausrichtete und über die gesondert berichtet wird. Das Stiftungsfest 2001 wurde in dieses Großereignis integriert. Weiters sind für dieses epochemachende Semester eine Krambambulikneipe, der Weihnachtskommers, ein Barabend, eine „Dreikönigskneipe“ und ein AC mit Kbr. Andreas Feiertag, der über Tschetschenien sprach, zu nennen.

Auch im Sommersemester 2002 führte Bbr. Sebastian Köstlbauer als Senior die Verbindung. Zwei ACAC, ein „Schul-politischer Roundtable“ mit dem amtsführenden Präsidenten des nö. Landesschulrates Adolf Stricker, und ein AC über „Zivilschutz und Brandbekämpfung“ bei der FF Langenlebarn sind ebenso zu erwähnen wie eine Turmputzparty, ein „Hasencocktail“ mit e.v. Laetitia Korneuburg, die Teilnahme am Pennälertag in Linz, die Altherren-Geburtstagsfeier, die Landesvaterkneipe, eine Kreuzkneipe mit e.v. Waltharia Wien und ein Spanferkelessen bei Bbr. Joachim Strohdorfer in Mollersdorf. Leider musste auch in diesem Semester eine Trauerkneipe – für Bbr. Gottfried Weisskircher – veranstaltet werden.

Das Wintersemester 2002/2003 unter Senior Bbr. Georg Schiffleithner eröffnete mit einem AC mit ÖVP-Generalsekretär Mag. Walter Tancits, der über „Die politische Lage in Österreich“ sprach. Neben den traditionellen Veranstaltungen des Wintersemesters (Stiftungsfest, Krambambulikneipe und Weihnachtskommers) sind eine „Tupper-Party“, eine „Silvesterkneipe“ mit e.v. Laetitia Korneuburg, eine „Dreikönigskneipe“ und eine Kreuzkneipe mit e.v. Waltharia Wien (im CV) erwähnenswert.

Aus dem Sommersemester 2003 unter Senior Bbr. Dietmar Strohmayer ist von einem „Budengschnas“, von „Comagena Cooks“ mit Bbr. Ing. Walter Slama, von der Altherren-Geburtstagsfeier, und von der traditionellen Landesvaterkneipe zu berichten. Des weiteren von einer Turmputzparty, von einem AC, den Dr. Feichtlbauer über Nationalsozialismus in Österreich hielt, und von einem AC über die EU-Osterweiterung mit Dr. Wolte. Auch ein zweites „Comagena Cooks“ mit den Bbr. Dr. Bernd Brunner und Markus Rössler sollte nicht unerwähnt bleiben. Schließlich auch von der Teilnahme am Pennälertag in Admont, am 10. Stiftungsfest unserer gemischten „Schwesterverbindung“ e.v. Tullina Tulln und vom zweiten Spanferkelgrillen bei Bbr. Joachim Strohdorfer in Mollersdorf.

Europäische Studententage 2001 in Tulln

von Mag. Peter Oppeker v/o Oppi

Bereits anlässlich des Stiftungsfestes 1998 und des damit verbundenen Besuches des EKV-Präsidenten KBr. Janklaas Gillis kam die Idee auf, in Tulln Studententage des Europäischen Kartellverbandes (EKV) zu veranstalten.Nach prinzipiellen Überlegungen und Vorgesprächen gaben die beschlussfassenden Convente Comagenae im Frühjahr 2000 vorbehaltlich der finanziellen Absicherung ihre Zustimmung und auch seitens des EKV wurde Gefallen an dieser Idee signalisiert.

Nach unbefriedigenden Gesprächen mit der „ARGE Studententag“ entschloß sich  Comagena, die Studententage 2001 des EKV selbstständig und auf eigenes Risiko durchzuführen. In bewährter Manier fand sich eine kleine Kerngruppe von Bundesbrüdern, die begann, die Veranstaltung in ihren Grundzügen zu planen.Zahlreiche Fragen waren zu klären, die oft große Kreativität erforderten, da Studententage kein fixes Ablaufschema – wie etwa Pennälertage – haben.

So war die Finanzierung anfangs ebenso offen wie die europaweite Verteilung der Festschrift oder die zu erwartende Anzahl der Teilnehmer. Aber Dank tatkräftiger Unterstützung vieler Bundes- und Kartellbrüder sowie von Freunden der Verbindung gelang es, alle auftretenden Fragen zu klären und u.a. für den Festgottesdienst den päpstlichen Nuntius in Österreich, Exzellenz Erzbischof DDr. Donato Squicciarini, zu gewinnen.

Langsam nahm das Programm Gestalt an, und es zeichnete sich ab, dass das Symposium, das Anfangs nur als einzelner Veranstaltungspunkt geplant war, sich immer mehr zu dem Hauptpunkt der EKV - Tage mauserte. Dies bot die Möglichkeit, der Comagena durch die Gewinnung von hervorragenden Referenten und durch die Bewerbung in der Tullner Öffentlichkeit einen Imagegewinn zu verschaffen.So gelang es, u.a. Dr. Erhard Busek, Dr. Lojze Peterle, Fürst Karl Schwarzenberg, BM Elisabeth Gehrer und DDr. Günter Nenning als Diskussionsteilnehmer zu gewinnen. 

Daraus ergab sich folgendes Programm, v.a. in Umsetzung des Prinzipes „scientia“:

  • Donnerstag, 8.11.2001:
    Empfang; Diskussionsveranstaltung: „Bildungspolitische Perspektiven in Europa“;
  • Freitag, 9.11.2001:
    Diskussionsveranstaltung: „Christentum und Jugendkultur“; Diskussionsveranstaltung: „Medien und Moral“; Bieroper;
  • Samstag, 10.11.2001:
    Diskussionsveranstaltung: „Der Euro“; Diskussionsveranstaltung: „Politische Perspektiven im vereinten und erweiterten Europa“; Kuratoriumssitzung des EKV; Kartellvollversammlung des EKV; Landesverbandsconvent NÖMKV; Festgottesdienst; Festkommers;
  • Sonntag, 11.11.2001:
    Frühschoppen und Verabschiedung.

Durch massive Werbung (Flyer, Teilnahme an couleurstudentischen Veranstaltungen in ganz Europa) konnte eine – wenn auch die Zahl des Pennälertages nicht erreichende – repräsentative Teilnehmerzahl aus vielen Ländern Europas (bis in die Ukraine) für die Studententage gewonnen werden.

Der Ablauf der Veranstaltung selbst zeichnete sich durch ein sehr hohes Niveau sowie das große Engagement der Bundesbrüder der Comagena und der Mitglieder der Tullina aus, was zu einem reibungs-losen Ablauf der Veranstaltung führte.

In besonderer Erinnerung wird allen Teilnehmern mit Sicherheit der vom hohen EKV Präsidenten Janklaas Gillis geschlagenen Festkommers, der gleichzeitig das Stiftungsfest der Comagena sowie der Landesstandartenübergabekommers des NÖMKV war, bleiben, dabei insbesondere die Festrede von Kbr Dr. Lojze Peterle, der nach seiner Ansprache in der für einen Kommers einmaligen Form eines Mundharmonikakonzertes den Besuchern die Sehnsucht seiner Heimat Slowenien nach Zugehörigkeit zur Europäischen Union näher brachte.

Die EKV - Tage 2001 in Tulln waren mit Sicherheit ein starkes Lebenszeichen des EKV und der Comagena und wir dürfen stolz darauf sein, diese Herausforderung angenommen und gemeistert zu haben.

Pennälertag 1998 in Tulln

von Dr. Gerhard Pircher v/o Hektor

Der hohe Kummulativconvent der Comagena hat im Oktober 1995 beschlossen, sich beim NÖ-Landesverband für die Ausrichtung des Pennälertages 1998 zu bewerben. Dabei wurden die BbrBbr. HR Dr. Roderich Geyer, Mag. Peter Oppeker und Dr. Gerhard Pircher mit den Vorbereitungen betraut. Zunächst konnte in Gesprächen mit dem NÖ-MKV und dank der Bereitschaft zahlreicher Bundesbrüder, Ausfallshaftungen zu übernehmen, die finanzielle Basis des Pennälertages gesichert werden.

In einem nächsten Schritt wurde ein Organisationskomitee gebildet, dem Dr. Gerhard Pircher (Gesamtorganisation und Sprecher), Mag. Peter Oppeker (Auf- und Abbau, Kontakte zum MKV), Mag. Andreas Pircher (Quartier, Festkanzlei), Mag. Anton Matyas (Finanzen), Dr. Richard Hübl (Festschrift), Markus Rössler („Consenior des Pennälertages“), Dir. Hermann Kramer (Behörden) und fallweise die jeweils im Amt befindlichen Senioren sowie der Philister-senior angehörten.

Im Rahmen des Pennälertages waren folgende offizielle Veranstaltungen vorzubereiten und abzuwickeln:

  • Kartellrat (Stadtsaal)
  • Aktiventag (Arbeiterkammer)
  • Altherrenbundtag (Stadtsaal)
  • Kartellversammlung (Stadtsaal)
  • Aktivenkonferenz (Arbeiterkammer)
  • Altherrenkonferenz (Stadtsaal)
  • Festgottesdienst und Umzug (St Stephan)

Darüber hinaus wurde versucht, auch ein attraktives Rahmenprogramm vorzubereiten. Als die wichtigsten Programmpunkte wären zu nennen: Fußballturnier, Führungen durch Tulln bzw. die Museen, Bieroper, Briefmarkenausstellung etc.

Neben den Fragen der Finanzierung und Verpflegung stellten vor allem die Adaptierung der für die verschiedenen Veranstaltungen notwendigen Räumlichkeiten (da kein tauglicher Kommerssaal oder ein Internat für die Unterbringung in Tulln zur Verfügung stand) und auch die Vorbereitung der Festschrift die wesentlichen Arbeitsschwerpunkte dar.

Aber das Organisationskomitee hat all diese Probleme letztlich mit Bravour gemeistert. Lediglich die Diskussionen im Zusammenhang mit der Festmesse trübte diese Vorfreude. Nach einiger Zeit konnte aber auch für dieses Problem eine Lösung gefunden werden.

Die letzten Wochen waren mit der Abarbeitung einer Fülle von Detailfragen, vor allem aber mit der Einrichtung der Infrastruktur (Betten, Küche, Festkanzlei...) und der Adaptierung der Messehalle als ansprechenden Kommerssaal voll ausgefüllt. Um einen kleinen Überblick über die Größenordnung dieses Projektes zu geben, seien an dieser Stelle einige doch beachtliche Zahlen genannt:

  • In der Schlafhalle wurden fast 200 Betten vom NÖ Roten Kreuz aufgestellt;
  • Die Küche musste für die Kartellbrüder sowohl für das Frühstück als auch für dasAbendessen bereitstehen und während des Festkommerses die Verköstigung von etwa 1200 Gästen bewerkstelligen;
  • Die Jubiläumshalle auf dem Messegelände wurde zu einem Kommerssaal umgebaut. Hierfür wurden über 200 Heurigengarnituren aufgestellt, eine eigene Bühne gebaut und für die Dekoration über 10.000 Luftballons aufgeblasen und aufgehängt.

Vor allem in dieser letzten Vorbereitungsphase hat sich die Stärke der „Comagena-Familie“ unter Beweis gestellt. Neben vielen Bundesbrüdern und Farbenschwestern Tullinae haben auch deren Familienmitglieder bei der Verwandlung der nüchternen Jubiläumshalle in einen prächtigen Festsaal mitgewirkt. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an alle Mithelfenden.

Für den Autor dieser Zeilen war daher der Höhepunkt der gesamten Veranstaltung nicht sosehr die erfolgreiche Vollversammlung, die eindrucksvolle Festmesse, der prächtige Einzug der Chargierten am Festkommers oder die würdige Festrede, sondern eine nur kurze Sequenz während des Festkommerses: Jene wenigen kurzen Minuten, in denen alle Bundesbrüder die Burschenstrophe der Comagena gesungen haben, ein volles, gelungenes und richtungweisendes „Einigkeit macht stark“. Dieses „Einigkeit macht stark“ ermöglichte letztlich die vorbildhafte Organisation dieser Großveranstaltung durch unsere Verbindung.

Das jüngste Dezennium (2003 - 2013)

In die vergangenen 10 Jahre Verbindungsgeschichte fielen zwar keine weiteren spektakulären Großereignisse, es fehlte aber keineswegs an Höhepunkten und neuen Impulsen. Den äußeren Rahmen des Verbindungsgeschehens bildeten in Österreich eine weitgehend stabile Demokratie, eine prosperierende Wirtschaft, eine Wohlstandsgesellschaft, steigendes Bildungsniveau und die Revolution der Informationswelt, v. a. in Gestalt von Computer und Internet. Die Integration Europas verlief nicht so rasch, wie angedacht, ja zeigte krisenhafte Erscheinungen (EURO-Schuldenkrise). Dagegen verstärkte sich v. a. die organisatorische Zusammenarbeit zwischen unserer Verbindung und e .v. „Tullina“ Tulln. 

Das Wintersemester 2003/04 – das Jubelsemester anlässlich 70 Jahre Comagena – unter Senior Bbr. Reinhard Ossberger eröffnete mit zwei ACAC, die Kbr. LAbg. Mag. Klaus Schneeberger, Klubobmann der NÖ-VP im NÖ Landtag, zum Thema „Chancen und Risken der EU-Osterweiterungen“ und Kaplan Sabinius von der Pfarre St.Stephan in Tulln zum Thema „Nigeria“ hielten. Dann folgten ein Besuch des Stiftungsfestes der designierten Freunschaftsverbindung e. v. „Laetitia“ Korneuburg mit großer Abordnung sowie „Film- und Biertage“ im Turm. Höhepunkt des Jubelsemesters war das 70. Stiftungsfest, geehrt durch die Anwesenheit des Gründungsseniors Bbr. OStR Mag. Josef Tasler und des Gründungsfuchsen Bbr. Altbundespräsident Dr. Kurt Waldheim. Die Festrede hielt Bbr. Altbürgermeister Edwin Pircher. Beim Kommers wurde Mag. Peter Oppeker mit dem Ehrenring Comagenae ausgezeichnet und durch die Verleihung von Couleurbroschen die Leistungen von Walpurga Oppeker, Mag. Gerda Pircher, Martina Pircher und Johanna Rössler für die Verbindung gewürdigt. Außerdem wurden mit e. v. „Laetitia“ Korneuburg Freunschaftszipfe getauscht. Bei der Organisation des Jubelsemesters einschließlich der Edition der Festschrift „70 Jahre Comagena“ wurde der ChC vom Philistersenior Bbr. Dir. i. R. Hermann Kramer maßgeblich unterstützt. Das Jubelsemester wurde durch die Veranstaltungen der Krambambulikneipe, des Weihnachtskommerses sowie einer Fuchsen-Kreuzkneipe mit e. v. „Tullina“ Tulln und e. v. „Sängerschaft Waltharia“ Wien im ÖCV vollendet.

Das Sommersemester 2004 sah Bbr. Franz X. Hebenstreit als Senior an der Spitze der Verbindung. Das sehr aktive Semester eröffnete mit einem Budenkonzert der Band „Yargo“(mit den BbrBbr. Thomas Renner, DI (FH) Markus Rössler und Christian Weißkircher), mit der Umbenennung des „Blitzstüberls“ in „Festkanzlei“ und einem Revival der Comagena-Skikurse in Mitterbach. Dann folgten eine „Turmputzparty“ in der Karwoche und eine vom ChC initiierte „Studienberatung“ im Tullner Gymnasium mit anschließender Podiumsdiskussion. Diskussionsleiter war Bbr. Mag. Erwin Frasl, an kompetenten Diskutanten beteiligten sich Univ. Prof. DI Dr. Gerhard Schimak, DI Birgit Herbinger als Leiterin der Fachhochschule Tulln und Bbr. Vizerektor a. o. Univ. Prof. Dr. Artur Mettinger. Mit einer „Spring Break“-Kneipe interessierte man sich daraufhin um amerikanisches Couleurverständnis, gratulierten Alten Herren bei ihrer Geburtstagsfeier im Minoritenkeller, organisierte einen AC zum Thema „Politik für die Jugend“ und genoss „Spanferkel für alle“ bei Bbr. Joachim Strohdorfer in Mollersdorf. Das Semester klang mit einer Landesvaterkneipe, der Teilnahme am Pennälertag in Baden, einem Minigolf-Turnier und Versuchen mit Wasserskifahren aus.

Im Wintersemester 2004/05 führte neuerlich Bbr. Franz X. Hebenstreit als Senior die Verbindung, das mit einer Semesterantrittskneipe gemeinsam mit e. v. „Arminia“ in Klosterneuburg eröffnete. Dann öffnete Comagena die Pforten des Römerturmes zu einem „Tag der offenen Tür“, Bbr. Dr. Richard Hübl hielt anlässlich des Feierjahres „1900 Jahre Comagenis/Tulln“ einen AC zum Thema „Comagenis – das römische Tulln“ und Kartellphilistersenior Kbr. Dr. Paul Loidl umriss bei einem AC das brisante Thema „Heavy Metal und Couleurstudententum“. Beim Stiftungsfest, bei dem Jürgen Stöttinger, Bundesobmann der Schülerunion, die Festrede hielt, wurde Bbr. Reg. Rat Robert Pauser mit dem Band „Pro meritis“ ausgezeichnet. Dann wurde seit langem wieder ein Tischtennisturnier ausgetragen. Nach Krambambulikneipe und Weihnachtskommers sammelte Comagena nach der Christmette für die Steyler Missionare und Pater Ossi Berger, dann wurde in Korneuburg eine „Dreikönigskneipe“ mit e. v. „Marko-Danubia“ Korneuburg, mit e. v. „Laetitia“ Korneuburg und e. v. „Herulia“ Stockerau geschlagen und die Semester-Schlusskneipe als Kreuzkneipe mit e. v. „Sängerschaft Waltharia“ Wien im ÖCV geschlagen.

Das Sommersemester 2005 unter Senior Bbr. Franz X. Hebenstreit begann mit den „Comagena-Skitagen“. Die Karwoche stand im Zeichen eines „Familienosternachmittags“ und der schon obligatorischen „Turmputzparty“. Dann versuchte Bbr. DDr. MMMag. Kurt Appel die theologische Frage: „Warum lässt ein liebende Gott soviel Leid zu?“ in einem AC unter dem Titel „Theodizee“ zu klären. Nach der Landesvaterkneipe sprach Stadtamtsdirektor Ing. Franz Lasser im Rahmen eines AC über „Tulln auf dem Weg zur Universitätsstadt“ und die Altherren-Geburtstagsfeier wurde für 14 Jubilare ein bleibender Eindruck. Eine „Maibowlen-Fuchsen-Kreuzkneipe“ mit e. v. „Tullina“ Tulln sogte für beste Stimmung, mehr als 20 Comagenen und Tullinen nahmen am Pennälertag in Kufstein teil und die Altherrenschaft spendete der Aktivitas ein Seminarwochenende im Missionshaus St. Gabriel bei Mödling zum Thema „Rhetorik“. Das Semester klang mit einem Pilotprojekt „Triff Dein Consemester!“ und mit dem MKV-Festkommers „50 Jahre Staatsvertrag“ auf der Schallaburg aus.

Das Wintersemester 2005/06 sah Bbr. Georg Schmircher als Senior an der Spitze der Verbindung, das mit einer Semesterantrittskneipe gemeinsam mit e. v. „Tullina“ Tulln eröffnete. Zunächst standen ein Rhetorikseminar im Missionshaus St. Gabriel bei Mödling, dann ein AC „Mädchen im NÖMKV“ und eine Wiederholung des Projektes „Triff Dein Consemester!“ auf dem Programm. Auf ein Tischtennisturnier folgte das Stiftungsfest als Semesterhöhepunkt, bei dem Pater Oskar Berger die Festrede hielt. „Studienberatungen“ an der Handelsakademie und am Gymnasium sollten für die Comagena (und die Tullina) werben und nach der Krambambulikneipe sorgten der  Weihnachtskommers, ein „Adventnachmittag“ und der Besuch der Christmette für weihnachtliche Stimmung. Eine „Dreikönigskneipe“ und eine „Après-Ski-Kneipe“ vollendeten das Semester.

Das Sommersemester 2006 unter Senior Bbr. Friedrich Haselsteiner eröffnete mit „Rock the tower – Faschingsspecial“, den „Skitagen Comagena“ und einer Kreuzkneipe mit e. v. „Waltharia“ Wien im ÖCV. Den Höhepunkt des Semesters bildete ein AC mit Kbr. Diözesanbischof DDr. Klaus Küng, der immensen Zuspruch hatte und in Diskussionen nachwirkte. Auf die „Turmputzparty“ in der Karwoche folgten der Altherren-Geburtstag, eine „Baywatch-Kneipe“ und ein AC mit Bezirksinspektor-Stv. Pölsterl über „Die Neustrukturierung der Polizei“. Sodann wurde die Aktion „Triff Dein Consemester!“ aufgefrischt, bildeten sich Comagenen bei einem neuerlichen „Rhetorik-Seminar“ im Missionshaus St. Gabriel bei Mödling weiter, wurde die Landesvaterkneipe geschlagen und am Pennälertag in Wolfsberg teilgenommen. Aus diesem Semester besonders hervorzuheben ist die erstmalige Abhaltung des „Fronleichnamskirtages“. 

Das Wintersemester 2006/07 leitete Bbr. Friedrich Haselsteiner die Verbindung. Nach der Semesterantrittskneipe mit e. v. „Badenia“ Baden und einer weiteren Aktion „Triff Dein Consemester!“ sprach Botschafter Dr. Wolfgang Wolte auf einem AC zum brisanten Thema: „EU-Türkei – wegweisend oder Irrweg?“ und danach fanden „Film- und Biertage“ statt. Höhepunkt des Semesters war das Stiftungsfest. Dann folgten die Krambambulikneipe, eine Fuchsenkreuzkneipe mit e. v. „Tullina“ Tulln, ein Tischtennisturnier, der Weihnachtskommers, der Besuch der Christmette und eine „Silvester-Party“.

Senior Comagenae im Sommersemester 2007 war Bbr. Stephan Schiffleithner. Dem Semesterprogramm in Form eine „Comagenopoly“ war zu entnehmen, dass zunächst ein „Gesanges-AC“ gemeinsam mit e. v. „Tullina“ Tulln sowie ein „Turm-Gschnas“ unter dem Motto „Rock the Tower“ stattfanden, dann die „Ski-Tage“, eine „Budenmesse“ mit Kneipe und die österliche „Budenputzparty“ sowie der Altherrengeburtstag. Nach der Landesvaterkneipe sorgte eine „Rambo-Kneipe“ für Aufsehen, Comagena beteiligte sich am Pennälertag in Salzburg und hielt den nun schon zweiten „Fronleichnamskirtag“ ab. Am 14. Juni 2007 verstarb Bbr. Altbundespräsident Dr. Kurt Waldheim und Comagena chargierte beim darauffolgenden Staatsbegräbnis. Der Trauerkommers wurde in Klosterneuburg mit e. v. „Welfia“ Klosterneuburg und e. v. „Austro-Bavaria“ Wien geschlagen.

Das Wintersemester 2007/08 unter Senior Bbr. Bernhard Steinböck eröffnete mit einem AC zum Thema „Islam“, mit einer „Rot-Weiß-Rot Altherrenkneipe“ und mit einer Fuchsen-Kreuzkneipe mit e. v. „Tullina“ Tulln und e. v. „Badenia“ Baden. Nach einem Diskussionsabend über „Integration des Islam in Österreich“ bildete das Stiftungsfest den Höhepunkt des Semesters, wobei Bezirkshauptmann Mag. Andreas Riemer als Ehrenmitglied in die Verbindung aufgenommen wurde. Die Weihnachtszeit war von der Krambambulikneipe, einem Tischtennisturnier, dem Weihnachtskommers, der Christmette und einem Spielefest mit Film- und Biertagen getragen. Die Teilnahme an der „Dreikönigskneipe“ in Korneuburg eröffnete das neue Jahr. Das Semester wurde mit einem AC zum Thema „Attac – eine andere Welt ist möglich“ und einer „Faschingsabschluss-Kneipe“ unter dem Motto „Verkehrte Welt“ beschlossen. 

Senior Comagenae war im Sommersemester 2008 neuerlich Bbr. Bernhard Steinböck. Nach den Comagena-Skitagen, der „Turmputzparty“ und dem schon traditionellen Besuch der Osternachtlichtmesse“ wurde ein AC zum Thema „Afrika“ abgehalten, eine „Rocky Horror-Kneipe“ schlagen, zum Altherrengeburtstag geladen und nach einer Maiwanderung die Landesvaterkneipe geschlagen. Nach der Teilnahme am Pennälertag in Feldkirch und den Fronleichnamsaktivitäten schloss ein AC zum Thema „Das Pflegesystem in NÖ – Stärken, Schwächen und Zukunftsvisionen“ das Semester. 

Das Wintersemester 2008/09 sah Bbr. Franz X. Hebenstreit an der Spitze der Verbindung. Zum Rahmenprogramm des 75. Stiftungsfestes zählte zunächst die Ausstellung „Die Künstler der Comagena“, bei der in der Raiffeisenbank Tulln die Werke der BbrBbr. Achim Gauger, Thomas Renner, Josef Hamr, Dir. i. R. Alfred Paal, OStR. Mag. Josef Tasler und Lutz Linke präsentiert wurden. Darauf folgten ein AC mit Mag. Claudia Zwingl zum Thema „Sozialmarkt in Tulln“ und eine Altherrenkneipe. Das 75. Stiftungsfest Comagenae wurde mit der Bieroper der „Schneider Weiße Partei“ unter dem Titel „In 80 Bieren um die Welt“ eröffnet, auf den ein Begrüßungsabend und eine Stadtführung mit Bbr. HR Dir. i. R. Dr. Roderich Geyer folgten. Die Festrede am Stiftungsfestkommers, der im Atrium des Minoritenklosters abgehalten wurde, hielt Bbr. Mag. Erwin Frasl. Eine Krambambulikneipe, der Weihnachtskommers mit „Budenmesse“ und der Besuch der Christmette samt Spendenaktion bildeten die Veranstaltungen in der Weihnachtszeit. Am 30. Dezember 2008 mußte sich die Verbindung vom langjährigen Verbindungsseelsorger Bbr. Geistl. Rat Johannes Sigmund verabschieden. Weitere Veranstaltungen dieses aktiven Semesters waren ein „Silvesterfest“ im Turm sowie „Film- und Biertage“.

Senior Comagenae war im Sommersemester 2009 Bbr. Bernhard Steinböck. Das Semester eröffnete mit einer Fuchsen-Kreuzkneipe mit e. v. „Tullina“ Tulln und einem Tischtennisturnier. Dann folgten die „Turmputzparty“ und der Besuch der „Osternachtlichtmesse“, der Altherrengeburtstag, ein AC zum Thema „Feuerwehr“, die Landesvaterkneipe, eine „Familien-Kreuzkneipe“ und ein AC „Landwirtschaft und Umwelt“, den Kbr. Hans Günther Gruber hielt. Ein „Gesanges-AC“ mit Bbr. Mag. Herbert Nanka und die Fronleichnamsveranstaltungen schlossen das Semester. In der Chronik werden auch die Teilnahme am Pennälertag in Wien und an einer „Sternkreuzkneipe“ mit e. v. „Ostarricia“ Wien erwähnt.

Im Wintersemester 2009/10 war Bbr. Martin Klingenbrunner Senior der Verbindung. Auf einem AC den Bbr. HR Dir. i. R. Dr. Roderich Geyer zum Thema „Napoleon im Tullnerfeld“ hielt, folgte eine „Rot-Weiß-Rot-Kneipe“. Beim Stftungsfestkommers hielt Bbr. Manuel Dauböck die Festrede. Es wurden an Prof. Mag. Annemarie Wagner die Coleurbrosche der Comagena und an die BbrBbr. Christian Weißkircher und Helmut Neubauer die Bänder „Pro meritis“ verliehen; Kbr. Mag. mult. Dr. Mathias Martin und DI (FH) Björn Tille erhielten das Ehrenband der Verbindung. Dann sprach Bbr. Dir. Ernst Böhm im Rahmen eines AC über „Die Postkarte“ und es folgten mit Krambambulikneipe mit „Yargo“ („Krambamblues“), Weihnachtskommers und Christmette die traditionellen Veranstaltungen der Weihnachtszeit. Mit einem „Silvesterbudenabend“ und einer Fuchsen-Kreuzkneipe mit e. v. „Tullina“ Tulln klang das Semester aus.

Senior Comagenae war im Sommersemester 2010 erneut Bbr. Martin Klingenbrunner. Nach „Ski-Tagen“ in Mitterbach kochten die BbrBbr. Prof. Mag. Ewald Dopplinger und DI Johannes Ofner für Comagena und Tullina auf, darauf folgten ein AC zum Thema „Ökomene“, die „Turmputzparty“ und die „Osternachtlichtmesse“. Der „Altherrengeburtstag“, die Landesvaterkneipe mit „Budenmesse“, eine „SpaßKneipe“ mit Tullina, die Teilnahme am Pennälertag in Waidhofen a. d. Ybbs und die Fronleichnamsveranstaltungen bildeten den zweiten Teil dieses Semesters. 

Das Wintersemester 2010/11 sah Bbr. Florian Meyer als Senior an der Spitze der Verbindung. Zunächst führte vor der Semesterantrittskneipe, die im Minoritenkeller mit den Freundschaftsverbindungen geschlagen wurde, Bbr. HR Dir. i. R. Dr. Roderich Geyer im Rahmen eines AC durch die Minoritenkirche in Tulln, dann beteiligte sich Comagena an der „Langen Nacht der Museen“ mit einer Ausstellung über das Farbstudententum, in einen AC sprach Mag. Claudia Zwingl zum Thema „Sozialmarkt in NÖ“, dann folgten eine „Budenmesse“ und eine „Altherrenkneipe“, ehe das Stiftungsfest unter dem Motto „40 Jahre Salzturm“ den Höhepunkt des Semesters bildete. In dieser Zeit eröffnete Comagena eine neue Homepage im Internet unter „www.comagena.com“. Das Programm der Weihnachtszeit umfasste die Krambambulikneipe, den Weihnachtskommers mit „Budenmesse“ (beide gemeinsam mit e. v. „Tullina“ Tulln) und die Christmette. Die Teilnahme an der traditionellen „Dreikönigskneipe“ bei e. v. „Herulia“ Stockerau, ein „Neujahrskonzert“ mit der Band „Yargo“ und ein AC mit dem frischgebackenen Bürgermeister der Stadt Tulln, Bbr. Prof. Mag. Peter Eisenschenk zum Thema „Aktuelle Veränderungen in Tulln“ vollendeten das Semester.

Bbr. Florian Meyer führte auch im Sommersemester 2011 die Verbindung, wobei sich personelle Schwächen im Chargenkabinett zeigten. Das Semester eröffnete mit der Landesvaterkneipe in Verbindung mit einer „Budenmesse“, auf den ein „Fuchsengschnas“, ein „PhilX cooks“ mit den BbrBbr. DI Johannes Ofner und Mag. Reinhard Ossberger folgten. Auf dem Programm standen weiters eine Fuchsen-Kreuzkneipe mit e. v. „Tullina“ Tulln, die Mitgestaltung des „Ökumenischen Kreuzweges“, wobei ein guter Kontakt mit dem neuen Stadtpfarrer Mag. Nikolaus Vidovic hergestellt werden konnte und ein Altherrengeburtstag mit geschmälertem Buffet. Auf die österliche „Turmputzparty“ und den Besuch der „Osternachtlichtmesse“ hoben eine „Pyjama-Kneipe“ (mit „Tullina“ Tulln), eine „Songcontest-Party“ und eine „Sternkneipe“ bei e. v. „Ostarricia“ Wien und mit e. v. „Markomannia“ St. Andrä vor dem Hagenthale die Stimmung, ebenso die Besuche der Stiftungsfeste e. v. „Tullina“ Tulln und e. v. „Markomannia“ St. Andrä vor dem Hagenthale sowie des Pennälertages in Hartberg (Steiermark).

In der Ferialis 2011 kam es bezüglich des „Studentencafés“ zum entgültigen Bruch mit dem Tullner Basketball Club, der bisher den Küchenpart übernommen hatte und der sein Ausscheiden aus der Partnerschaft erklärte.

Im Wintersemester 2011/12 war Bbr. Benedikt Pircher als Senior an der Spitze der Verbindung. Zunächst beteiligte sich Comagena abermals an der „Langen Nacht der Museen“. Nach einem Begrüßungsabend (in Lederhose!) wurde der Stiftungskommers im Florahofsaal in Langenlebarn geschlagen. Es folgten eine „Österreich-Kreuzkneipe“ bei e. v. „Markomannia“ St. Andrä vor dem Hagenthale, ein interessanter AC mit Botschafter Dr. Kurt Hengl über „Israel“, die Krambambulikneipe, der Weihnachtskommers mit „Budenmesse“ und der Besuch der Christmette. Mit einer „Silvesterparty“ und eine Wechselkreuzkneipe bei e. v. „Welfia“ Klosterneuburg klang das Semester aus. 

Senior Comagenae war im Sommersemester 2012 neuerlich Bbr. Benedikt Pircher. Das Semester eröffnete mit einem „Fuchsengschnas“, dem Besuch der Aschermittwochsmesse und der Comagena-Skitage am Ötscher. Nach der Landesvaterkneipe und einem neuerlichen „PhilX Cooks“ und einem AC zum Thema „Afrika“, den BBr. Helmut Neubauer, der ein Freiwilligenjahr in Ghana verbracht hatte, bestimmten in der Osterzeit die traditionelle Veranstaltung der „Budenputzparty“ und die „Osternachtlichtmesse“ das Geschehen. Nach einer „Corona ärgere Dich nicht-Kneipe“ und einem AC zum Thema „Burschenschaften im 21. Jahrhundert“ mit Fbr. Andreas Breiteneder von e. v. VdSt „Sudetia“ Wien erfolgte die traditionelle Altherrengeburtstagsfeier und als Höhepunkt des Semesters gemeinsam mit e. v. „Ostarricia“ Wien eine Fußwallfahrt nach Mariazell. Die Teilnahme am Pennälertag in Linz und die Veranstaltungen zu Fronleichnam (Messe, Prozession, Kirtag) beschlossen das Semester. 

Im Wintersemester 20112/13 stand Bbr. Dominik Burkert als Senior an der Spitze der Verbindung. Das Semester startete wie schon drei Jahre zuvor mit tatkräftiger Mitarbeit der Aktivitas beim Charity-Konzertwochenende „Herbstlaut“ auf der Tullner Donaubühne. Als Hauptorganisatoren taten sich die BbrBbr. Christian Weißkircher und DI (FH) Peter Skorepa besonders hervor. Eine Antrittskneipe mit e. v. „Tullina“ Tulln leitete das Semester couleurtudentisch ein. Das 79. Stiftungsfest wurde abermals im Florahofsaal in Langenlebarn geschlagen.Gleichzeitig stellte eine kleine Abordnung das Couleurstudententum und den Salzturm im Rahmen der „Langen Nacht der Museen“ vor. Eine „Rot-Weiß-Rot“-Kneipe und ein AC, den Bbr. Franz. X. Hebenstreit über „Rudolf Buchinger – Bundesminister-Generalanwalt-Staatssekretär“ hielt, die Krambambulikneipe und der Weihnachtskommers waren die weiteren Fixpunkte.Eine „Dreikönigs-Kneipe“ in Korneuburg wurde gemeinsam mit e. v. „Laetitia“ Korneuburg geschlagen und die Wechselkneipe vollendete das Semester. 

Senior Comagenae war im Sommersemester 2013 Bbr. Christian Spielauer. Die Fuchsia organisierte eine „Semester-restart-Party“, dann wurde der „Ökumenische Kreuzweg“ mitgestaltet und die Messe am 4. Fastensonntag mitorganisiert. Nach den österlichen Aktivitäten der „Budenputzparty“ und des Besuches der „Osternachtlichtmesse“ referierte im Rahmen eines AC Bbr. Mag. Stephan Schiffleitner unter dem Titel „Stereotypes revisited – ein Jahr im Kongo“ über seine Freiwilligentätigkeit im Rahmen der Styler Missionare. Verbindungsseelsorger Bbr. Franz Großhagauer schildete in einem AC die neuesten Entwicklungen des bewegenden Themas „Pfarrinitiative“. Die traditionelle Landesvaterkneipe, eine „Sixties-Kneipe“ mit e. v. „Tullina“ Tulln, der Altherrengeburtstag, ein AC mit Bbbr. DI Peter Pösel, der über „Die Nationalparks im Westen der USA“ sprach, der Besuch zahlreicher Comagenen und Tullinen des Pennälertages in Innsbruck und eine Abschlusskneipe mit e. v. „Tullina“ Tulln rundeten das Semester ab.