Geschichte - Kurzversion

Gründungsphoto der "Katholisch deutschen Studentenverbindung Comagena" zu Tulln
Festmesse anläßlich des 16. Stiftungsfestes in der Minoritenkirche
Die Bundesbrüder Matyas, Philippi, Grusch, Hiesinger und Pfiel beim 17. Stiftungsfest
Fronleichnamsprozession im Jahre 1963
Festrede von Bbr. Dr. Walter Rankl beim 30. Stiftungsfest 1963
Erstes MKV-Bundessportfest 1968 in Tulln
Pennälertag 1972 in Tulln
Der Kommers zum 47. Stiftungsfest, der erstmalig im Stadtsaal stattfand
Der Comagena-Chor im Jahre 1988
Der Pennälertagskommers 1998 in Tulln
Das Präsidium der EKV-Tage 2001 in Tulln

Ferialis Comagena

Seit den Sommermonaten des Jahres 1919 bestand in Tulln eine Ferialis mit dem Namen Comagena. Diese wurde von Bundesbruder Altbundeskanzler Alt-LH DI Leopold Figl, der nicht unweit von Tulln in Rust im Tullnerfeld zu Hause war, ins Leben gerufen.

Gründerjahre

Erst am Sonntag den 8. Oktober 1933 erfolgt die Gründung durch die Bundesbürder Josef Tasler (x), Walter Rankl, Hans Krutzler, Alois Lanz. Mitglied der ersten Stunde war auch Bundesbruder Alt-Bundespäsident Alt-UN-Generalsekretär Dr. Kurt Waldheim. Ebenfalls in der Reihen der Comagena waren die Bundesbrüder Alt-Bundesminister Rudolf Buchinger und Alt-LH Josef Reither zu finden. Geboten schien die Gründung durch die Errichtung des Gymnasiums in Tulln. In der relativ kurzen Zeit von 1933 bis 1938, der sogenannten Gründerperiode, erlebte Comagena einen kleinen Aufschwung. Erwähnenswert sind vor allem die ersten Studentenbälle in Tulln. Diese wurden gemeinsam mit der St. Pöltener Verbindung Aggstein organisiert. Die erste Bude befand sich in dem heute nicht mehr existenten Haus Donaulände 36. Dies ist nun ein Rosenbeet neben der heutigen Bude im Salzturm.

Verbotszeit

Mit dem Einmarsch der deutschen Truppen und der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten in Österreich im März 1938 erlitt Comagena das selbe Schicksal wie so viele andere christliche Korporationen in Österreich und Deutschland. Da sich sowohl die deutschen als auch die österreichischen Dachverbände und mit ihnen die Verbindungen gegen den Nationalsozialsimus aussprachen und sich weigerten, in die nationalsozialistischen Studentenorganisation aufzugehen, wurden sie 1938 zwangsaufgelöst. Comagena lebte aber im Untergrund weiter und nahm auch in den Jahren des Verbotes neue Mitglieder auf.

Wiedergründung

Am Freitag den 1. Juli 1949 erfolgte die Wiedergründung unter Anton Matyas II., Rudolf Eigner, Helmuth Brunner, Dr. Hans Geyer und Dr. Johann Sykora. Bis zum Jahre 1953 florierte Comagena und sie konnte sich über steten Zuwachs freuen.

Personelle Krise

Dann aber schlitterte sie in ihre 1. personelle Krise. Als die Retter in der Not erwiesen sich die Bundesbrüder Prof. Dr. Walter Fleischhacker, AltBgm Gen.Dir. Edwin Pircher (beide als Stabilisatoren nach innen) und Prof. Dr. Ernst Schlichtinger durch seine unermüdliche Werbung am Tullner Gymnasium. 1956 konnte die Krise überwunden werden.

Ideeologisch bedingte Krise

Von da an stieg die Mitgliederzahl über 130. Zahlreiche Veranstaltungen zeugen von dem regen Leben in der Comagena. Erst das Jahr 1968 mit den Studentenrevolten brachte für Comagena eine Trendwende. Teile der jungen Mitglieder versuchten Comagena in einen linkskritischen Jugendclub umzufunktionieren. Diese Gefahr konnte zwar gebannt werden, dennoch hinterließen auch die Querelen in der Comagena arge Spuren. Ein Teil der Mitglieder trat freiwillig aus, ein anderer Teil wurde ausgeschlossen. Diese zweite personelle Krise von 1971 bis 1973 wurde in der Folge durch Bundesbruder Notar Mag. Karl Hofman bewältigt.

Der Salzturm

Im Jahre 1970 erfolgte der Einzug in den Salzturm. Das ist der letzte erhaltene Flankenturm des römischen Reiterkastells Comagenae hier am Limes. Nach einigen Instandsetzungsarbeiten, die vornehmlich in Eigenregie durchgeführt wurden, konnte der älteste erhaltene Hochbau nördlich der Alpen endlich bezogen werden. Seit daher ist er die Heimstätte der Comagena.

Pennälertag 1972

1972 veranstaltete Comagena den 1. Pennälertag in Tulln. Er war der 30. seiner Art im MKV. Einige Jahre später zeichnete Comagena dann für das erste MKV-Bundessportfest verantwortlich. In diesen Jahren erfolgte dann auch die personelle Konsolidierung und man konnte sich federführend an Aktionen wie "Rettet den Karner" beteiligen. In dieser Zeit stellte Comagena aber auch einen führenden funktionär des MKV, und zwar den Vertreter der Kartellaktiven, den Kartellsenior Bundesbruder Dr. Karl Jurka. 1986 darf sich Comagena dann als landesvorsitzende Verbindung präsentieren.

Pennälertag 1998

Im Jahr 1998 richtet Comagena zum zweiten Mal den Pennälertag in Tulln aus. Die Organisation erfolgt im Gegensatz zu den sonstigen Pennälertagen ganz ohne den zuständigen Landesverband. Über 1500 Couleurträger konnten beim Festkommers am Tullner Messegelände begrüßt werden. Nur 2 Jahre später im Jahr 1999 stellt Comagena mit Bundesbruder Mag. Peter Oppeker den Landesvorsitzenden Stellvertreter des NÖMKV und mit Bundesbruder Reinhard Ossberger den Landessenior des NÖMKV.

EKV-Tage 2001

Das letzte Großereignis in Tulln fand im Jahre 2001 statt. In den Novembertagen wurden die Europäischen Studententage des Europäischen Kartellverbandes in Tulln abgehalten. Neben zahlreichen Symposien wurden auch etliche Weichenstellungen auf den beschlussfassenden Sitzungen vorgenommen. Dabei wurde Bundesbruder Mag. Peter Oppeker zum Generalsekretär des EKV gewählt.

Jüngste Entwicklungen

In der jüngsten Vergangenheit ist die Organisation und Durchführung des Jubelstiftungsfestes anlässlich des 75 jährigen Bestehen von Comagena von Bedeutung. Durch den Umzug des Stadtamtes der Stadtgemeinde Tulln an der Donau in das Areal des Minoritenklosters, war der neu gestaltete Innenhof, das Atrium, Schauplatz des Festkommerses, an dem fast 300 Bundesbrüder, Farbengeschwister und Freunde der Verbindung teilnahmen.

So umfasst Comagena heute ca. 200 Mitglieder zwischen 16 und 92 Jahren, die in den unterschiedlichsten beruflichen und freizeitlichen Aktivitäten ihr Umfeld im Sinne der vier Prinzipien gestalten.

Zentrale Fragestellungen wie die der Aufnahme von Mädchen und Damen in Studentenverbindungen oder die Ausweitung des katholischen auf das christliche Prinzip hat Comagena auf unkonventionellem Wege für sich bereits beantwortet.